Wie das Handwerk vom Data Act profitiert

Shownotes

In Jubiläumsfolge 50. sprechen Dr. Martin Schirmbacher, Partner und Fachanwalt für IT-Recht bei HÄRTING Rechtsanwälte und Dr. Hubertus von Roenne, Partner bei der Strategieberatung Upgrade mit Dr.-Ing. Fabian Schnabel, Leiter der Beratungsstelle für Innovation und Technologie beim Fachverband Tischler NRW. Sie sprechen darüber, warum Daten im Handwerk zwar überall entstehen, aber kaum fließen, und was Data Act, Digitaler Produktpass und Standardisierung daran ändern können.

Es geht um folgende Themen:

  • Daten im Handwerk: Von Fahrzeugdaten in Kfz-Werkstätten über Bedarfsprognosen in Bäckereien bis zur Stückliste in der Tischlerei, um die sich alles dreht.
  • Die Prozesskette der Tischlerei: Vom Rendering im Angebot über die Konstruktion im CAD und die herstellereigene CAM-Software bis zur CNC-Maschine und zurück ins ERP.
  • Vernetzte Fertigung ohne Interoperabilität: Arbeiten mehrere Betriebe an einem Auftrag, wird dieselbe Konstruktion bei jedem Partner neu gezeichnet.
  • Vendor-Lock-in als Existenzrisiko: Eine neue Maschine läuft trotz Zusage nicht mit der vorhandenen Software, und die Produktion steht wochenlang.
  • Grenzen des Data Act: Die Maschinendaten sind erfasst, die eigentlich relevanten Daten liegen aber oft in der Software.
  • Die Innung als Bündler: Workshops, Use Cases und Gespräche mit Maschinen- und Softwareherstellern, bei denen sich die Spreu schnell vom Weizen trennt.
  • Standards: Mit ECLASS und IDM aus der Möbelindustrie sollen Produktdaten für Innenausbau und weitere Bereiche nutzbar werden.
  • Digitaler Produktpass: Er kommt aus der Ökodesign-Verordnung, nicht aus dem Data Act, und kann zum Katalysator für Interoperabilität werden. Bei Einzelanfertigung droht aber ein unverhältnismäßiger Aufwand. KI im Handwerk: Ohne Zugriff auf die eigenen Daten aus 20 oder 30 Jahren bleibt es bei generischen KI-Tools statt gewerkspezifischer Lösungen. Digital Omnibus: Gefordert werden offene, dokumentierte APIs, Mustervertragsklauseln und Daten mit Metadaten statt „Müll ohne Syntax“. Neutrale Dateninfrastrukturen: Genossenschafts- oder Stiftungsmodelle nach dem Vorbild der Open Logistics Foundation. Appell an die Betriebe: Die eigenen Prozesse rund um die Stückliste prüfen, bei Herstellern informell nach den Daten fragen und Rechte aus Art. 3 und 4 einfordern.

Kernbotschaft: Im Handwerk scheitert die Datenökonomie nicht an fehlendem Interesse, sondern an fehlender Interoperabilität und Vendor-Lock-in. Der Data Act hilft dabei nur begrenzt, Innungen und Verbände können aber als Bündler die Durchsetzung skalieren, die einem Zehn-Personen-Betrieb allein nicht gelingt.

Aus dieser Folge

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Allgemeine Informationen zum Data Act

Transkript anzeigen

00:00:00: Folge fünfzig, das Data Navigator Podcast ist dabei aufgenommen zu werden.

00:00:06: Hallo Hubertus, grüße dich!

00:00:07: Ja hallo Martin ja

00:00:09: hallo Anwesend wie immer Hubertas von Röne von Upgrade und Martin Schoenbacher von Hertinge Rechts in Welte.

00:00:17: Wir haben hier fünfzig Folgen am Start.

00:00:21: Hast du eine Lieblingsfolge Hubertos?

00:00:24: Ja es sind lange Strecke die wir zurück gelegt haben.

00:00:26: zusammen erst mal macht richtig Spaß mit dir Und vor allem auch mit unseren Gästen.

00:00:31: Eine Folge vielleicht nicht, aber eine Serie fast, die sich entwickelt hat.

00:00:35: also was mir besonders viel Spaß gemacht hat und auch in Erinnerung geblieben ist, ist die Serie in der Landwirtschaft.

00:00:40: Da haben wir eine ganze Reihe von verschiedenen Vertretern hier gehabt, Dakt Frerichs beispielsweise Landwirt.

00:00:46: Der Osterhof liegt in Schleswig-Holstein an der Grenze zu Dänemark.

00:00:50: Der hat so wunderbar uns geschildert, wie die Praxis aussieht.

00:00:53: auf dem Hof war auch so.

00:00:54: deshalb so schön weil er nicht nur Landwirt ist sondern auch erneuerbare Energien bei sich hat.

00:00:59: also da sehr schön haben wir den Schulterschluss gesehen zwischen verschiedenen Sektoren In der Landwirtschaft hatten auch Gespräche mit einem Landmaschinenhersteller und dann auch ein an der ja so Lösungen anbietet.

00:01:13: Die waren recht offen, also das ist auch eine schöne Dynamik in diesem Sektor.

00:01:16: Also Landwirtschaft hat mich besonders begeistert, dass macht mir auch am meisten Hoffnung muss ich sagen und insofern ist das so?

00:01:21: mein Highlight ein gebündeltes Highlight.

00:01:24: Martin wie sieht es bei dir aus?

00:01:26: Hast du vor allen Dingen wenn man mal jetzt auf die nächsten fünfzig Folgen guckt hast Du vielleicht da besondere Wünsche was da passieren sollte?

00:01:34: Na, wir haben ja beim letzten Mal gesprochen über unsere Prediction-Folge von vorherigem Jahr und da haben wir gesagt, wir würden doch am liebsten hier die Startups haben, die sozusagen aus Daten Geld machen.

00:01:44: Und Unternehmen es leichter machen ihre Daten tatsächlich zu nutzen nachdem sie das erst mal bekommen haben.

00:01:51: Da hatten wir auch den Philipp Schütz hier.

00:01:52: Das war gut.

00:01:53: was ich mir wünschen würde ist eine knackige Folge.

00:01:58: Also ich bin übertrieben in Unicorn, wenn wir vielleicht aus dem Data-Act nicht machen.

00:02:02: Aber jemand, der jetzt tatsächlich sich darauf spezialisiert den Data Act für sich entdeckt... Wenn es dann nochmal Danten sind umso besser.

00:02:09: das wäre meine Lieblingsfolge vielleicht für die achten neunzigste Folge.

00:02:13: Ich bin ja Pessimist wie wir letztes mal festgestellt haben

00:02:16: aber

00:02:16: wird schon kommen.

00:02:18: Genau heute haben wir natürlich auch ein Gast und damit lieber Fabian wollen wir dich hier nicht übergehen.

00:02:26: erstmal herzlich willkommen Fabian Schnabel.

00:02:28: Ja, vielen Dank für die Einladung.

00:02:32: Fabian ist der richtige Gast für unsere Sonderfolge und er wird noch einen neuen Blick auf den Data Act mit uns werfen.

00:02:41: Du bist Ingenieur, du hast aber in verschiedenen Branchen gearbeitet und bist jetzt im Handwerk bei der Tischlerinnung.

00:02:49: Das ist natürlich nochmal eine ganz neue Perspektive, auf die wir uns wahnsinnig freuen, aber vielleicht lieber, vor allem dann kannst du dich unseren zuhören.

00:02:56: Kannst du mal selber vorstellen, was zu deinem Werdegang sagen?

00:03:00: Wie du auch so an dieser Stelle in der Erinnerung angekommen bist.

00:03:05: Ja sehr gerne Robertus!

00:03:07: Ich bin jetzt im Jahr sechs hier beim Fachverband des Tischlerhandwerks Nordrhein-Westfalen ganz unsperriger Name.

00:03:16: aber reingestartet bin ich in dieses ganze Thema über Geodatenanalysen im Zuge meiner Dissertation und da habe viel mit Datenanalysen beschäftigt und auch selber auf Datenviel zugegriffen, habe mich dann viel über mit Plattformökonomie auseinandergesetzt und mit GAIAX.

00:03:38: Und ja, hab mich dann viele damit beschäftigt in Quartieren wer was wann wo sanieren möchte und wer weiß das die Handwerksbetriebe eben aber eben verteilt auf zig Tausende Datenbanken, die aber in sie los liegen.

00:03:56: und deswegen ist eben dieses Thema Plattformökonomie Datenzugriff.

00:04:01: Und jetzt das was um den EU Data Act herumläuft sehr spannend auf jeden Fall.

00:04:08: Sehr gut!

00:04:09: Ich hatte gerade Handwerker, die haben bei uns ein Fenster ausgetauscht.

00:04:13: ich habe gesehen wie sie gemessen haben da spielte Digitalisierung nicht die ganz große Rolle und ich hatte war ein bisschen, hatte schlemmste Befürchtungen aber es war.

00:04:23: sie werden nicht zuhören.

00:04:24: Aber es war ein positives Erlebnis ist hat.

00:04:26: also wir mussten nicht mit offenen Tänz dann auskommen.

00:04:32: Das ist ja hoffentlich die Ausnahme heutzutage, dass man da also mit dem Maßband rumrennt.

00:04:36: Wobei wer weiß vielleicht immer noch präzise.

00:04:38: aber wo so die etwas holprige Überleitung?

00:04:41: Wo spielen denn Daten?

00:04:42: Wo spielt den Digitalisierung im Handwerk noch dazu im Tischlerhandwerk eigentlich eine Rolle?

00:04:47: Welche Daten habt ihr überhaupt?

00:04:49: Genau also da gibt's Handwerk ist sehr vielfältig.

00:04:52: Da gibt es siebenhunderttausend Betriebe sechs Millionen Beschäftigte in Deutschland ... ein unfassbar großer Umsatz, der da generiert wird und viele Leute in Lohnung und Boot bringen.

00:05:05: Und Daten spielen da an verschiedensten Stellen eine Rolle.

00:05:08: also... vorneweg Automotive ist ja auch im Bereich, der gerade stark lobbyiert wurde in diesem Kontext von Data

00:05:17: Hex.

00:05:18: Genau!

00:05:19: Da ist eben die Kfz-Betriebe wo ich auch mal Geschäftsführer war.

00:05:23: von so einer Erinnerung nach der... Nach dem Unternehmen, die ich da sich gegründet hatte mit den Innungen, lokaleshandwerk.de in Händen der Innung war Kfz immer ein Bereich wo Autofahrzeug also Fahrzeugdaten ausgelesen werden müssen.

00:05:41: Da ist der Zugriff natürlich auch für freie Werkstätten ein Riesenthema.

00:05:47: und ja eine Bäckerei ganz andere Branche, ganz anderes Gewerk im Würding des Handwerks.

00:05:56: Lebensmittel und da geht es dann eben um die Prognose der Produktion anhand von Bedarfen, also wieviel damit möglichst wenig weggeworfen wird am Tag ist in so einer Bäckerei.

00:06:10: Da gibt's auch viel um KI-Dan, die auch antrainiert werden muss und dafür braucht man wieder Datenzugriff.

00:06:16: Und dann bei der Tischterei, Martin du hast gerade Betriebe von uns quasi erwähnt.

00:06:24: Fensterbauer sind häufig Tischler, Schreiner.

00:06:27: Gerade bei Holz-Holzalu... Ich weiß nicht was das für Fenster waren die bei dir eingebaut haben?

00:06:32: Ja

00:06:33: Plastik!

00:06:33: Wir sind von Holz auf dreifach verglasste Plastikum gewechselt.

00:06:41: Aber

00:06:43: auch viel verbaut von unseren Leuten natürlich auch.

00:06:47: aber schön zu hören dass es am Ende dann alles geklappt hat.

00:06:50: Und da geht es auch um Daten in ERP, in CAD-Softwares und in den Maschinen die dann vor Produkte zusammenbauen zu dem Endprodukt.

00:07:04: Also das geht um Production aber auch Assembling wo wir hin wollen hier mit dem Thema.

00:07:13: Auch in Richtung DPP digitaler Produkt passt.

00:07:17: Da geht's eben beim Möbeln Da sind wir mit Möbeln vorne weg dran.

00:07:23: Direkt nach Fast Fashion und Battery ist dann Fast Furniture ein seiteres Thema, was uns eben auch stark angeht über den DPP wo ich auch Verknüpfung durchaus sehe.

00:07:39: Ja spannend!

00:07:39: Also DPP das ist ein Stichpunkt digitaler Product Passport dass wir sicherlich nochmal aufgreifen werden im Verlauf des Gesprächs.

00:07:46: aber lass uns noch mal bisschen tiefer einsteigen in die Praxis der jetzt deiner Tischler.

00:07:50: Wie müssen wir uns das vorstellen?

00:07:52: Was für Daten tauchen, also auch was für Maschinen, was für Daten heißt es dass der Tischlermeister eher Datenempfänger ist oder produziert er vielleicht auch Daten, die vielleicht unter den Data-Akt fangen konnten?

00:08:03: wie müssen wir sich das in der Praxis vorstellen?

00:08:06: Also ganz konkret sieht's ja eben so aus, dass der produktive Teil dabei und margunträchtige Teil eben genau stattfindet zwischen CAD, COM Software und dann eben der Maschine, wo dann aber auch eben Maschindaten wieder zurückgeliefert werden von der Maschine überkam teilweise in die ERP-Software.

00:08:31: Da gibt es verschiedene Konstellationen um planen zu können, um Werkzeuge in Stand zu halten und dann auch Ressourcenplanung durchzuführen, wo auch von Maschinen herstellern mit denen wir auch im Austausch stehen Ja, verschiedene Datenflüsse, Datenzugriffe eben dann ermöglichen müssen damit das eben automatisierter wird.

00:08:56: Ich spreche jetzt nicht über KI direkt sondern eher über Automatisierung, Ressourceneinsparung, Kostensenkungen im Prozessmodell weil so ein Prozess Modell von einem Tischler ist sehr komplex und wird dominiert von mehreren Maschinenherstellern.

00:09:16: Services, ist ja so ein Begriff dabei.

00:09:20: Das sind eben dann vom grünen Hersteller von blauen Herstellern und vom gelben Hersteler und das alles in einem Betrieb.

00:09:28: Und wenn man dann noch über eine vernetzte Fertigung spricht Also einen Auftrag Vom Kunden-Mustermann zum Beispiel eine Hotelsanierung Und da arbeitet dann nicht ein Betrieb, sondern da arbeiten mehrere Betriebe zusammen.

00:09:46: Da habe ich eine verletzte Fertigung und da ist es wie Gott gegeben aktuell dass man eben das Betrieb A den Lied hat gezeichnet hat, konstruiert hat und B der damit reingeholt wird, damit man diese prototypischen Produkte am Ende dieser Zimmer beispielsweise dann eben in Masse auch fertig.

00:10:10: Es ist Gott gegeben, dass die ein zweites Mal bei B gezeichnet werden und konstruiert werden für den Software-Maschinenpark und noch mal in C beim dritten Betrieb nochmal.

00:10:22: Das ist völlig normal und da ist mit Interoperabilität gar nichts.

00:10:27: Gerade muss man ganz klar an der Stelle festhalten!

00:10:32: Kannst du noch mal kurz für die Line, die CAD und CAM Software auseinander halten?

00:10:37: Für uns.

00:10:38: Und einmal kurz erklären wie sozusagen wo ein typischer Fluss aussieht.

00:10:42: also der Wahnsinn den hast Du ja gerade schon geschildert das mag man sicher dann gar nicht.

00:10:46: da denkt man in einer Berliner Verwaltung hier hatten wir gerade Wahlen da war überall plakatiert Berlin hat deine Daten schon fünfmal er und immer mit Abweichungen.

00:10:55: es hört sich ja hier dann auch danach an aber wo Wie ist es dann tatsächlich in der Praxis?

00:11:01: Bleibt gerne bei dem Hotelbeispiel.

00:11:02: Das

00:11:06: sieht ja so aus beim Verkaufsprozess.

00:11:09: Da steigen wir mal vorne ein im Prozessmodell, da geht's ja dann um die Akquise-Tätigkeit und da geht es darum den Kunden einen Angebot zu erstellen und daher gehe ich bis zum Rendering meistens.

00:11:23: Da bin ich im CAD Bereich Und dann benutze ich meistens noch eine Software, wenn ich den Auftrag habe um das Ganze dann wirklich zu konstruieren in Richtung konstruktiver Millimeter genauer und dann die Stücklisten eben auch zu erstellen.

00:11:46: Das ist so ein Begriff hier in der Tischlerei Die Stückliste.

00:11:50: darum dreht sich alles auch in Richtung Maschine und dann auch wieder aus der Maschine zurück ins ERP dann auch rein über.

00:11:59: Und die Kamm-Schnittstelle ist dann häufig eine eigene Software von den Herstellern, die eigene Formate vorhalten.

00:12:09: Ich möchte jetzt keine Formate nennen weil dann habe ich hier direkt vom Wegen Neutralität und so, weil ein Tischler weiß wenn ich jetzt ein bestimmtes Format nenne, ist damit ein bestimmter Hersteller

00:12:20: gemeint.

00:12:24: Ja, das ist gerade grün-gelb-blau in der Landwirtschaft.

00:12:27: Ich glaube sogar die gleichen Farben, grünen wissen wir alle, gelb hatten wir hier im Podcast also schon vergleichbar

00:12:35: und deswegen haben wir da auch dieselbe Problematik.

00:12:42: Und kam es dann eben in Richtung zum Beispiel nesting eine platte möchte dann möglichst effizient Bauteile eben raus haben aus der Stückliste, da rein rausgefräßt ist zum Beispiel ein Vorgang.

00:12:58: Dann geht es in Richtung Zuschnitt.

00:13:00: Das sind verschiedene Arbeitsschritte in unterschiedlichen Maschinen die dann in Richtung Kamm.

00:13:08: Da geht's von der CAD-Zeichnung hin zur Maschine.

00:13:13: Fabian, du bist ja auch jemand gewesen der den Data Act von ziemlich Beginn an begleitet vielleicht sogar mit initiiert hast.

00:13:21: Vielleicht kannst Du für unsere Zuhörer von dem viele Jahr den Data Acts verfolgen nochmal die Abgrenzung machen wo der Data Act jetzt in Deinem Beispiel gilt und wo nicht.

00:13:30: Und nachher kommen wir glaube ich nochmal im Gespräch auch darauf, was würdet ihr euch denn wünschen?

00:13:34: Denn ihr habt viele der Herausforderungen, wenn wir das richtig verstanden haben, auch im Softwarebereich.

00:13:39: Aber jetzt noch mal die Abgrenzung zu Maschinendaten.

00:13:41: Denn in der Data-Act, das wissen unsere geneigten Hörer natürlich, gilt für vernetzte Produkte und unmittelbar damit verbundene Services.

00:13:51: Ja genau!

00:13:52: Und andersrum ist es eben auch so dass sich die Genese des Data Acts eher dahin verschoben hat, dass immer weniger Maschinen Maschinendaten und überhaupt Daten relevant wurden.

00:14:02: Am Anfang war es ja noch nicht mal ganz klar, ob jetzt Software Und bis wann Software relevante Daten hat oder eben auch Nichtrelevanten sondern nur die in der Maschine selber.

00:14:14: und dadurch ist Es eben sehr bedauerlich dass eben sich aus unserer Sicht Jetzt das ich der Data-Ack dahin entwickelt hat Dass immer weniger Daten Relevant sind und wir uns eigentlich auch wünschen würden dass der Data-Akt noch weiter ausgeweitet würde.

00:14:31: Aber es sind eben Daten in den Maschinen, beispielsweise da habe ich die Maschine selber und eben auch dann Daten in Richtung Sensorik.

00:14:42: Wann ist eine Maschine?

00:14:44: Man muss sie in die Wartung.

00:14:47: Und welches Werkzeug das in der Maschine dann eingespannt ist... Wie lange kann ich das noch nutzen?

00:14:56: Das ist natürlich in unserem Fall der Tischlerei, hat man dann eher noch ein Werkzeug parat in der Industrie.

00:15:05: In der Möbelindustrie auf die wir ja auch noch als Partner und auch Konkurrent.

00:15:16: Die stehen vor ähnlichen Herausforderungen aber die gucken noch viel mehr auf diese Maschinen-Daten die Linie, die Produktionslinie am Laufen zu halten und zu sehen wo in der Sensorik der Maschine Sensoren solche Werte aufzeigen das eben gezeigt wird.

00:15:36: Hier muss ein Schärfdienst dran oder hier muss ein neues Werkzeug eingespannt

00:15:42: werden beispielsweise.

00:15:43: Also wenn man sich so eine Tischlerei vorstellt ich versuche mir das jetzt so bildlich vorzustellen meine Vorstellung ist so ein bisschen altmodisch.

00:15:49: Ich gehe da rein und erst mal riecht überall schön nach Holz Nicht nach deinem Plastik, Martin.

00:15:54: So ein schöner Holzgeruch.

00:15:55: Dann steht da eine große Schneide-Frismaschine vielleicht und dann hat er irgendwie ganze Reihe von kleineren Geräten.

00:16:02: Ist das heute auch noch so?

00:16:03: Und dann vor allem welche?

00:16:05: dazu die Frage, welche Daten hat der denn heute?

00:16:08: Welche Daten hätte er gerne noch dazu von diesen Maschinen, die da im Einsatz sind?

00:16:14: Also es ist so dass natürlich diese Mischung vorhanden.

00:16:19: Es gibt auch Maschine, die sind siebzig Jahre alt Die laufen immer noch, das Beflügelwort ist dabei die Grünmaschinen.

00:16:27: Die stehen da halt auch überall noch und haben natürlich mit einem Data-Eck gar nichts zu tun weil sie überhaupt keine Daten empfangen, keine generieren und auch nicht wieder zurückgeben können.

00:16:37: aber dann gibt es eben neuere Maschinen CNC Maschine die eben durchaus Daten eben empfängen.

00:16:44: teilweise gibt's eben auch mehrere Maschienen davon in dem Betrieb je nach Größe oder eben auch bei einer Kooperation zwischen den Betrieben und da müssen die in Richtung SPS, in Richtung Maschinensteuerung dann angesteuert werden können.

00:16:59: Das steht für?

00:17:03: Ja das steht für die Maschinsteuerung.

00:17:08: Die Elemente, die häufig die Maschinenersteller selber gar nicht beherrschen sondern auch nur zukaufen und so ähnlich wie beim Automotive eigentlich auch nur Komponenten zusammen.

00:17:20: Bauer sind an der Stelle, wo die Maschinenhersteller auch in einem Konflikt sind eben.

00:17:26: Wo die dann häufig gar nicht selber der Souverän sind über diese Maschinesteuerung.

00:17:31: und ja das haben wir auch gemerkt bei unseren Diskussionen in Richtung Data Spaces beispielsweise mit den Maschine Herstellern und auch den Software-Herstellern also eigentlich allen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette unserer Tischler.

00:17:55: Mal auf den Data Act geschaut oder in die Betriebe und das leuchtet mir sofort ein, dass ihr da sozusagen uralte funktionierende Maschinen habt.

00:18:02: Aber jetzt auch neue.

00:18:03: wenn ihr über Dataspaces redet, wird wer sozusagen am ganz anderen Ende spricht ihr da?

00:18:09: Oder welche Rolle haben die Tischlereibetriebe dort?

00:18:12: also wie du sagst mit Maschinenherstellern gesprochen, ich spreche für Software Herstellern.

00:18:18: In welcher Weise sind die Tischlereien dort interessiert?

00:18:21: Oder ist es, also du wirst jetzt nicht ganz der FBI-Tum, den du da bildest und ja aber wie kriegt ihr den Input von den Betrieben?

00:18:30: was geht die eigentlich an.

00:18:32: Sehen sie das als Chance dieses ganzen Datenthemen?

00:18:37: Das verschiebt sich aktuell massiv, aber immer primär von Seiten der Software.

00:18:45: Das ist eben nicht EU Data Act Treiber sage ich jetzt mal oder nicht dadurch direkt getrieben, aber indirekt eben schon und es geht auch um die Maschinenanbindung.

00:18:59: Also wir kennen zum Beispiel einen konkreten Fall da hat jemand sich eine neue Maschine zugelegt Und der Softwarehersteller und auch den Maschinenerstellern haben gesagt das funktioniert so.

00:19:09: dann war die da Es hat aber nichts funktioniert und dann stand diese Produktion wochenlang.

00:19:18: Das heißt, so ein... und das ist ja auch verwunderlich.

00:19:22: Du sagst es eben wir sind nicht mehr vor siebzig Jahren sondern hier und jetzt.

00:19:26: Und im Zeitalter vom KI und im Zeialter vom EU Data Act und es ist immer noch nicht möglich dass man solch eine Interoperabilität erzeugt hat.

00:19:37: Dass eben Software X mit Maschine W läuft aber mit Q, mit dem Hersteller von Q dann plötzlich nicht, obwohl sich alle eigentlich sicher waren.

00:19:49: Da reden wir über Standards und über Wendor-Logins um einen Begriff der da nicht so gerne gehört wird in diesen Verhandlungen.

00:20:02: aber denen die Tischler stark ausgesetzt sind und diesen Login durchaus bis hin zur Existenzbedrohung aktuell spüren Die können das nicht so wirklich ausdrücken und über den EU Data Act haben die meisten nichts gehört.

00:20:18: Aber diese Auswirkungen auf ihre Art spürt fast jeder Betrieb da draußen, weiß aber nicht über diesen rechtlichen Hebel häufig bisher, die er hätte über der EU Data-Act.

00:20:35: Und das ist eben ein springender Punkt, den wir auch versuchen mehr Präsenz zu bekommen in den Köpfen und dabei auch zu unterstützen, dass dann Hersteller von den Maschinen dazu eben gebracht werden.

00:20:51: Dass es interoperabel ist mit den ganzen

00:20:56: Gelagerten.

00:20:57: Fabian, das würden wir gerne nochmal ein bisschen genau beleuchten.

00:21:01: In unserer letzten Folge haben Martin und ich so eine kleine Resümee gezogen und dazu gibt's noch einen Artikel in der Ping, in der Fachzeitschrift zu der Frage, warum werden nicht mehr Daten geteilt?

00:21:10: Warum fließen nicht mehr Data bisher?

00:21:11: und eine unserer Erkenntnisse war das ist wirklich er liegt auch an der zum gleich vielleicht so ein Kenntnisproblem aber auch häufig an der Schwierigkeit dass man die Ressourcen dafür nicht hat.

00:21:21: Also so einen Tesla Betrieb zweifelsvoll hat ja keine Ahnung zwischen zwei und zwanzig Mitarbeiter der hat aber wahrscheinlich nicht mal ne eigene IT Abteilung.

00:21:30: also wie soll der sich mit dem Datareck beschäftigen?

00:21:33: Und das ist eine der großen Herausforderungen für uns alle gemeinsam, auch für die unsere Zürcher aus der Politik oder aus der Verwaltung da mit uns anzusetzen.

00:21:41: Wie kriegen wir das hin?

00:21:42: Das auch die kleineren Betriebe, die KMUs davon wirklich profitieren können.

00:21:46: Da sitzt ihr nun genau dazwischen.

00:21:47: vielleicht kannst du noch ein bisschen schildern wie Ihr jetzt so im als Innung mit dem Thema umgeht, wie ist euer Austausch mit den Betrieben?

00:21:57: Wie ist aber auch der Austausche mit den Herstellern.

00:21:59: Gibt es da runde Tische – was macht ihr, um das Thema voranzutreiben?

00:22:02: Das wäre sehr, sehr spannend für uns zu hören!

00:22:06: Da gibt's natürlich einiges, was ich jetzt berichten kann.

00:22:08: Anderes kann ich nicht berichten, weil sie eben auf Diskretion beruht, sage ich mal.

00:22:15: Was wir erst einmal tun als Innung, das ist uns auch mitgegeben schon in der Handwerksordnung, dass wir uns eben genau um solche strukturellen Marktveränderungen eben zu... Dass wir das beobachten sollen und da eben dann auch Lösungen orchestrieren sollen.

00:22:30: Früher waren es eben Einkaufsgenossenschaften beispielsweise, ne?

00:22:34: In den letzten siebzig Jahren, sag ich mal.

00:22:37: Und jetzt geht's eben nach vorne gerichtet in Richtung Datenökonomie.

00:22:41: Geht's eben darum, dass jeder Betrieb damit einzeln überfordert ist.

00:22:46: Da kann man auch keinen Vorwurf machen.

00:22:47: Du hast es eben gesagt, die haben alle keine Datenbeauftragten.

00:22:51: Die haben keine IT-Abteilung.

00:22:55: Das hängt häufig an ein, zwei Personen am Inhaber und dann der Arbeitsvorbereiter ist da der Begriff bei uns in der Tischlerei.

00:23:03: Wenn man Glück hat, hat man davon zwei Durchschnittlich und wir zehn Mitarbeiter so.

00:23:07: Und da kommen wir dann ins Spiel dass wir mit den Inhabern und auch mit diesen AV-Lernen im Austausch stehen.

00:23:15: Wir haben darüber berichtet über unsere Kanäle und dann kommen die mit ihren Problemstellungen eben auf uns zu.

00:23:22: Wir holen dann Einzelne mit rein in solche Workshops, die hier stattfinden.

00:23:27: Und das hat wir, haben wir in den letzten drei Jahren sehr intensiv getan, haben dann Use Cases ausgearbeitet, haben eben dann auch diese Konflikte mit dem EU Data Act um das der uns nur bedingt hilft eben muss man auch mal ganz klar sagen immer wieder festgestellt aber dass diese Logik dahinter uns helfen würde Auch Dataspaces uns helfen würden, um die Interoperabilität massiv zu steigern.

00:23:53: Um diese Rechte der Souveränität auch wirklich greifbar nutzen und realisieren zu können.

00:24:02: Das haben durchaus verstehen immer mehr Betriebe und fordern von uns eben auch dann neutrale Infrastrukturen

00:24:08: hochzuziehen.

00:24:10: aber wir wissen eben auch dass wir das alleine nicht schaffen werden sondern entlang der Wertschöpfungskette mit offenen, fairen Akteuren.

00:24:23: Das sind die genannten von euch Maschinenhersteller, Software-Hersteller aber auch Händler und Hersteller... ...von den Vorprodukten.

00:24:30: Mit denen sprechen wir darüber Und mal offener in größeren Runden Mal eins zu eins Um dann eben ja zu sehen wie sie reagieren.

00:24:42: und da kann man an der Stelle auf jeden Fall sagen Da trennt sich Ziemlich schnell die Spreu vom Weizen und da gibt es eben auch sehr unschöne Meetings, die auch schnell denn vorbei sind.

00:24:55: Wo eben ganz klar gesagt sind gewirrt wir sind der Standard Wir verstehen die Frage gar nicht Und wir müssen dann aber... Das ist eine Selbstverwaltung, die du ansprichst.

00:25:12: Innungen, Verbände von.

00:25:15: also wir gehören den Innungen Wir sehen es bei der Selbstverwaltung auch als Selbstverpflichtung an.

00:25:22: Ich zeige da gar nicht unbedingt immer auf die anderen, sondern auch auf uns dort liefern zu müssen – auch um unsere Existenz zu sichern, weil das digitale Mehrwerte dann wären wenn wir so etwas anbieten würden.

00:25:40: so unschönen Gesprächen mehr zu machen oder die dann sozusagen zum Einlenken zu bewegen.

00:25:47: Also könnte man da mal als Innung, für einen großen Tischlerreibe-Trieb den Data Act ziehen und sagen ja also dein Standard ist jetzt immer noch nicht der Standard der jetzt hier jemals mal das Gesetz sich vorstellt.

00:26:05: Solche Gespräche gibt es?

00:26:07: Die enden aber auch sehr unterschiedlich mal offen und einfach, dass man sich eben ungeklärt wieder mit diesem Konflikt aus dem Raum rausgeht.

00:26:19: Und der Konflik nach wie vor da ist.

00:26:22: Eine weitere Strategie könnte es sein, das man den Markt öffnet für weitere Akteure, für weitere Anbieter die noch gar nicht aktiv für das Tischlerhandwerk bisher etwas bieten.

00:26:33: Das ist eher etwas wo wir in Richtung Marktplatzlösungen so in Richtung Datef Marketplace, Dinge etablieren möchten, Standards und dann eben auch über Zertifikatslösungen beispielsweise nachdenken.

00:26:52: Das sind so Optionen die wir gerade auch per Umfrage an unsere Mitglieder raus geschickt haben um dann eben ja ein Feedback einzusammeln wo unsere Mitgliedern am ersten mitmachen würden.

00:27:07: von sich aus

00:27:09: Ja, das

00:27:10: ist schon spannend auf jeden Fall.

00:27:11: Was uns doch vielleicht gleich mal anknüpfen hat es ja mehrfach schon Standardisierung Standards erwähnt.

00:27:17: wir wissen auch dass die Kommission Zendelek in Auftrag gegeben hat sich auch um Standards führt ... für den Data, also mit dem Data Act verbunden zu kümmern.

00:27:26: Da gibt es eine Arbeitsgruppe... Du arbeitest aber selber schon ne ganze Weile glaube ich an dem Thema.

00:27:31: Hol doch mal uns gerne ab und unsere Zuhörer auch was du in eurem Bereich bei allgemein beim Thema Standardisierung so als Herausforderung siehst.

00:27:39: Hier auch der Hinweis Folge thirty-six, da hatten wir denn Benjamin Hellfritz hier vom Dienst zu Besuch.

00:27:44: Der hat auch etwas über Standards schon erzählt.

00:27:47: das ist aber schon ne ganz weile wieder her und seitdem hat sich glaube ich einiges getan.

00:27:52: Ja also In dem Bereich haben wir bisher auch kein gutes Bild abgegeben, sag ich jetzt mal.

00:27:58: Und da zeige ich auch eher auf uns dann wieder, weil wir haben keine Standards etabliert in den letzten dreißig Jahren.

00:28:07: So das muss man erst einmal als These, als Grundpfeiler attestieren.

00:28:14: Da sind aber andere dann die sind zum Beispiel aus der Möbelindustrie aktiv und da ist es eben so dass ich dafür plädiert habe und das wird dann hier glücklicherweise auch viel auf fruchtbarer Boden, dass wir jetzt beispielsweise mit den kooperieren.

00:28:34: Und diese Kooperation die schon mal mehr gelebt wurde vor zehn Jahren, fünfzehn Jahre und ein bisschen eingeschlafen ist es jetzt wieder wecken und nutzen damit wir deren know-how im Bereich Möbel aus der Industrie, die ja viele i-Class IDM standardisiert haben auch nutzen, um das dann auf weitere Bereiche zum Beispiel Innenausbau, Schiffsinnenausbau und so weiter ausweiten.

00:29:08: Und dann eben auch Standards publizieren damit die dann wieder von weiteren Akteuren entlang der Wertschöpfungskette, egal ob meist aus dem Bereich Softwares, Händler, Hersteller aber auch in Richtung Maschine dann eben akzeptieren und dadurch etablierter werden, das braucht aber Zeit auf jeden Fall.

00:29:37: Sagt noch mal dazu was jetzt beiläufig E-Class erwähnt, worum handelt es sich da?

00:29:41: Und wie bügt es schon in der Praxis?

00:29:45: Wie kann man sich das vorstellen?

00:29:46: also wie weit wird überhaupt analysiert?

00:29:48: für den Leinen?

00:29:49: Ja, da werden die ganzen Attribute standardisiert für beispielsweise Artikel.

00:29:57: Also Artikel aus denen ein Produkt dann besteht und das wird gerade jetzt in Richtung DPP, in Richtung digitaler Produktpass halt höchstrelevant.

00:30:06: weil welche Attributen liegen vor?

00:30:08: Wie werden sie ausgeliefert oder wie werden die geliefert?

00:30:11: Wie laufen die zum Tischler hin Entprodukt zum Beispiel, Möbelstück gebaut hat.

00:30:22: Wie häufig ist welcher Artikel dann eben dort verbaut und muss?

00:30:27: natürlich beeinflusst das dann das Ergebnis des digitalen Produktpasses?

00:30:32: Und da ist gerade der Aufwand beim Tischler.

00:30:36: also wenn heute der DPP-Flicht wäre in diesem Setting was ich hier beschrieben habe mit Softwares Maschinen und diesen doch sehr heterogenen Feld wäre das ein massiver Aufwand, diese Informationen zusammenzuführen.

00:30:53: Gerade und dann wird es völlig unverhältnismäßig für eine Einzelanfertigung was bei uns aber auch neben diesen... Das Hotel war jetzt so mehr Kleinserie sag ich mal.

00:31:07: Aber auf Item-Ebene,

00:31:09: also im

00:31:10: Sprech vom DPP-Item-Ebene Einzel Anfertigung ist das eben ein völlig unvertretendesmäßiger Aufwand, gerade aufgrund der fehlenden Interoperabilität.

00:31:20: Kannst du vielleicht nochmal ganz kurz einen Satz für die Zuhörer, die jetzt mit dem digitalen Product Passport noch nicht so viel anfangen können?

00:31:27: Einen oder zwei Sätzen zum Beispiel sagen woran es sich handelt und ob wann das wahrscheinlich relevant wird.

00:31:32: Also leitet sich nicht ab aus dem EU Data Act sondern aus der Ökodesign-Richtlinie Und da gibt's verschiedene Produkte der digitale Produktpass erstellt werden.

00:31:49: Muss egal ob man eben eine Einzelanfertigung hat, also ein Produkt wird davon hergestellt oder eine Serie von hunderttausendmal dasselbe Produkt in einem Jahr oder zwei Jahren.

00:31:59: und dann hätte diesen zweihunderttaußen Produkte wie alle identisch sind eigentlich bekommen einen Pass.

00:32:06: Und da soll der geneigte Kunde Vorkauf entscheidt diesen digitalen Produktpass in seine Kaufentscheidung einfließen lassen können.

00:32:18: Sprich, wie groß ist der Fußabdruck?

00:32:20: Wie viel Rezyklat ist da drin?

00:32:22: Wie gut ist das reparierbar?

00:32:25: und als solche Nachhaltigkeitsindikatoren sollen dort einfliesen.

00:32:30: Da steht aber noch nicht ganz fest welche genau und wo die dann herkommen.

00:32:34: diese Informationen um dann validiert nachvollziehbar sagen zu können, so sieht der Produktpass für dieses Produkt aus.

00:32:43: Bei Angebot ist eben gerade bei uns Tischlern, bei unseren Mitgliedern hier eine riesen Herausforderung wie man sich vorstellen kann in den dreißig Minuten Herleitung vorher an diesem Podcast.

00:33:01: Ja leuchtet mir sofort ein und da haben wir einen massiven Zielkonflikt.

00:33:06: einerseits will man das Informationen, die da sind.

00:33:10: Digital eben dem DPP abgebildet sind, dass man eine Fünftige Kaufentscheidung treffen kann.

00:33:15: und wenn ich jetzt auf den IKEA-Stuhl kaufe dann lohnt sich das möglicherweise.

00:33:20: aber manche lassen sich auch Stühle bauen oder Schränke ja und wenn es dann eben auch für die gilt.

00:33:26: so wie du es gerade gesagt hast ist es dann möglicherweise mehr Last.

00:33:30: siehst du das?

00:33:32: Du hast es ja auch gerade schon dargestellt wäre völlig unverhältnismäßig weil auch die Daten gar nicht digital und interoperabel vorliegen.

00:33:39: Aber siehst du das eben erst mal unter diesem Lastaspekt?

00:33:43: Oder ist genau das vielleicht der Katalysator dazu?

00:33:48: oder kann es sein, dass man jetzt alle einen Tisch kriegt und sagt also wenn irgendjemand einmal für eine Stückzahl eins ein DPP bauen können soll dann müssen wir diese Daten jetzt digital interoperable nach einem festgelegten Standard Lieferbar haben.

00:34:06: Wie ist da deine Aussicht?

00:34:09: Martin, das wäre genau das Zielszenario was du gerade beschreibst dass eben quasi der DPP über die Ökodesign-Richtlinie wieder Auswirkungen hätte auf den EU Data Hack, dass man ihn beispielsweise ausweitet.

00:34:25: Auf diese Datenbanken und diese Standards dahinter zum Beispiel für eine Stückliste als ein Begriff wieder.

00:34:36: Die Stückliste beschreibt, wie häufig ist welcher Artikel in diesem Produkt verbaut?

00:34:41: In welcher Menge und so weiter.

00:34:43: Und das wäre wirklich wundervoll wenn das passieren würde weil dann würden genau diese Standards die wir auch nicht selber setzen wollen da sind wir offen für jedwede Gespräche mit den Ananakteuren dass man eben diese Interoperabilität erzeugen könnte.

00:35:05: Du begleiterst den Prozess schon eine ganze Weile und du sagst es auch, du warst bei den verschiedensten Digital Acts dabei.

00:35:13: Jetzt haben wir diese beiden herausgegriffen.

00:35:16: Kannst du vielleicht uns noch mal einen Einblick geben wie du das in deiner aktiven Rolle erlebt hast?

00:35:21: Du hast beim Digital Product Passport mitgearbeitet, beim Data Act.

00:35:25: Wie muss man sich das vorstellen dass die diese Gesetzespakete oder Resultate, die am Schluss dann rausprozeln zum Teil koordiniert, zum Teil vielleicht nicht koordinierend so nebeneinander stehen?

00:35:37: und was uns besonders interessiert ist eben deine Einschützung auch wo die besonderen Abhängigkeiten oder Überschneidungen zum Data-Akt bestehen.

00:35:48: Also neben dem Data-Act habe ich auch den Market-Act und den Service Act mit begleiten dürfen und wir haben da auch versucht unsere Sicht mit einzubringen und die Potenziale eben zu nutzen.

00:36:08: Und nicht nur immer zu kritisieren, sondern eben Potenzialer aufzuzeigen.

00:36:14: Und dieser rote Farben von Acts sehe ich gar nicht nur als Belastung wie es häufig dargestellt wird und wie so ein Schluck auf... Ich möchte jetzt niemals so nahe drehen, aber häufig eben Juristen da eben wie so ein Schluck aufhaben oder so eine Artokreaktion ist immer ja, da sind Risiken und hier sind Probleme.

00:36:38: Aber vielleicht ist das auch eine Ingenieurskrankheit, auch mal Potenziale dann zu sehen um aus diesem roten Faden heraus in Richtung Interoperabilität einen Zugriffsrechte Das ist auch ein riesen Thema.

00:36:59: Auch beim Market-Act, beim Service Act damit machen zu dürfen fair und auch Migration von einem System ins andere dass man wirklich eine Marktwirtschaft hat das ist auch so.

00:37:12: einen Punkt den haben wir jetzt noch gar nicht so hier wirklich thematisiert aber diese es geht ja auch darum eine Datenökonomie zu erzeugen eine marktwirtschaft gerade hier im Handwerk und das hält mich ja auch am laufen so ein Stück weit wie lieben marktwirtschaft Jeden Tag.

00:37:32: Und wir haben aber teilweise diese Funktionalität im Bereich Daten, in dem Bereich Datenbanken, im Bereich... Egal ob die jetzt in der Maschine sind oder in der Software.

00:37:44: Haben wir diese Funktionalität vom Angebot und Nachfrage ist dysfunktional?

00:37:53: Das möchte ich ja.

00:37:54: Data Act, Service Act und da sehe ich so eine rote Linie ... die häufig aber untergeht im kleinen Klein des Lobbyismus, sage ich jetzt mal.

00:38:07: Hier vom Wegen... Die Wettbewerbsfähigkeit ist ja ein... Häufig.

00:38:14: und auch den Podcast in den Reihen auch immer wieder hervorgezogenes... Was dem Hut gezaubert ist Argument!

00:38:23: Aber jetzt ziehe ich gerade mal die Karte Marktwirtschaft

00:38:30: Opportunity, die Karte.

00:38:33: Wie schafft man es?

00:38:34: vielleicht durch geeignete Strukturen und durch Standardisierung für Mehrwert zu sorgen?

00:38:39: Und eben die Dysfunktionalität Informationsasimitrie hatten wir an der Stelle auch schon was die Daten angeht zu beheben indem man halt dafür sorgt wenn vielleicht auch mit der Data-Eckeule, wenn man aus der anderen Richtung guckt dafür sorgt oder beim DPP, dass sich Dinge bewegen und dann eben nicht versucht.

00:39:01: Aber gut darüber haben wir jetzt in dem Park tatsächlich schon viel gesprochen, versucht sozusagen das Schlupfloch zu finden.

00:39:08: Oder gestern hatten wir gab es wieder hier von der Bundesnetzagentur so ein Webinar wo auch davon die Rede war wie versuchen Cloud Anbieter aus den Cloud Switching Obligations rauszukommen indem sie da so tun gar kein vernetzes Produkt oder eben keinen nicht unter den Kapitel sechs fallen Dienstleistung, dass man ja da hat der Gesetzgeber auch schwer.

00:39:33: Er hat eine Regelung zu schaffen die Leute gerne befolgen weil natürlich ist der Reflex erst mal zu sagen Poa also wenn wir Artikel drei nicht müssen und Artikel vier dann vielleicht besser dran.

00:39:44: Also das ist schon und dann auch wertvoll.

00:39:46: Leute wie du die daher gehen und sagen Kinders schaut mal auf die auf die Chancen, die wir haben.

00:39:51: Wenn ihr alle eure Produkte anschließend DPP einheitlich hättet, wäre nicht so schlecht.

00:39:57: Also

00:39:57: DPP ist eben einen Punkt wo man dieses mit der Marktwirtschaft und mit der Interoperabilität und diese Mehrwerte eben, wo sie sich gegenseitig bedingen Hubertus wie du es gerade eben auch gesagt hattest das kann man auch in Richtung AI-Act genauso heranziehen weil ich hatte auch eher die Ehre bei Hennar Vierkunden

00:40:17: dass

00:40:18: deutsche Handwerk vertreten zu dürfen und in hundertzwanzig Sekunden irgendwas Sinnvolles neben den anderen dort anwesenden platzieren zu können.

00:40:30: Und ich habe sie auch zum Lachen gebracht mit der Aussage eben, dass ohne diese Interoperabilität findet auch die KI-Party hier im Handwerk einfach nicht statt.

00:40:46: Für die Zuhörer ganz kurz, das war die Anhörung.

00:40:47: Die offizielle Anhörung zum AI Omnibus, die vor der Sommerpause stattgefunden hat glaube ich, Fabian, wo du als Vertreter eingeladen warst von der Kommission also Wirkund in die Kommissarien für Digitalisierung, die hier das Fehler fährend begleitet hat sich persönlich einige Vertretern aus verschiedenen Branchen eingeladen und da warst du mit dabei.

00:41:08: Das war eine große Ehre sehr groß.

00:41:14: worüber man dann da lächelt, ist halt wirklich eigentlich sehr traurig.

00:41:17: Weil wir hier eigentlich im Handwerk abgeschnitten sind von KI-Lösungen.

00:41:22: Da würden jetzt ganz viele Anbieter sagen ja!

00:41:24: Wir haben ja die Lösung, muss nur hier unterschreiben und dann hat der Betrieb KI aber nicht mit seinen Daten in den letzten zwanzig dreißig Jahre, die alle in dieser Software oder in der Maschine XY stecken weil sie nicht zugänglich sind.

00:41:38: Und dann habe ich eben ChatGPT, Geminal keine Ahnung irgendwelche... Ich sage jetzt mal Wald und Wiesen, KI-Systeme die Tüssengrupp genauso einsetzen kann mit seinen hunderttausenden Mitarbeitern wie aber auch eine Pommesbude oder eine Tischlerei.

00:41:57: Aber eine Tischler, ja doch eine Gewerkspezifische oder auch Handwerkspezifikche KI mit seinen doch anderen Anforderungen an bestimmte Logiken von LLMs oder anderen neuronalen Netzen, sag ich jetzt mal.

00:42:16: Da sind ja doch sehr unterschiedliche Modelle nötig.

00:42:19: bei uns hier eben auch und weil wir eben zum Beispiel ein produzierendes Handwerk sind ist anders als bei KFZ, anders als der Bäckerei.

00:42:28: wie vorhin dargestellt brauchen wir im unterschiedlichen KI-Lösung aber die sind kaum möglich, weil die Interoperabilität nicht gegeben ist.

00:42:37: Aber wenn der Data Act So durchgekommen wäre wie damals, wo ich in die Ehre hatte.

00:42:43: In Beforce heiß wurde.

00:42:45: Das wäre auf jeden Fall schärfer gewesen als das was heute davon noch perspektivisch zu sehen ist am Horizont nach dieser Omnibossphase wenn der Omnimbos zum Stehen gekommen ist.

00:42:59: Ja lass uns da nochmal drauf gucken!

00:43:01: Lass uns mal auf den Omnibus gucken.

00:43:03: Also die Zuhörer, die öfter dabei waren wissen es gibt zwei Omnhibüsse.

00:43:08: Es gibt denen zur AI der ist bereits durch angekommen.

00:43:12: Der ist nämlich verabschiedet und den zur Datenökonomie also als Bohnensumdaten Data Act.

00:43:19: beide Omnipuse haben ja zum Ziel grundsätzlich Vereinfachung herzustellen denn der Gesetzgeber in der Realität ist nicht eingesetz.

00:43:25: Gebers sind viele Einheiten die dann verschiedene Gesetze herausgeben um eine wirklich effiziente europäische Datenökonomie herzustellen, den Digital Single Market, von dem wir auch hier manchmal sprechen.

00:43:36: Da muss mehr harmonisiert werden und der Data-, der Daten-Omnibus ist noch unterwegs.

00:43:43: Der wird wahrscheinlich erst im nächsten, nicht mehr dieses Halbjahr, sondern im nächsten Jahr erst wirklich verabschiedet wäre.

00:43:49: Der Trilog steht noch aus.

00:43:51: Du bist ja da mittendrin auch.

00:43:53: Vielleicht kannst du mit uns nochmal beleuchten was denn da jetzt in Omnibus so passieren sollte um deine Forderung, also mehr Standardisierung und bessere Verfügbarkeit auch von historischen Daten aus Software aber auch aus den Maschinen.

00:44:06: Was müsste da jetzt passieren?

00:44:07: Aus deiner Sicht was sind deine Erwartungen, deine Vorschläge um diesen Omnibus auf die richtige Schiene zu setzen?

00:44:15: Eigentlich wieder da mehr hinzubekommen wo er herkam jetzt vom vor einem Jahr, vom über einem Jahr nämlich dass es beide sein offene Schnittstellen fordert und das wird ja immer mehr mit dem Argument, Geschäftsgeheimnisse, Wettbewerbsfähigkeit.

00:44:32: Da wird dieser Fokus immer kleiner von Daten, die da relevant sind und das müsste man wieder aufziehen damit wir über Mustervertragsklauseln unsere Betriebe dabei unterstützen können Die Vertragsverhandlungen mit den Anbietern dieser Systeme eben besser verhandeln zu können.

00:45:00: Und es geht um offene APIs, dass endlich die klar dokumentiert sind, standardisiert sind und klar ist das habt ihr zu liefern weil ich war auch schon in Runden.

00:45:12: da wurde dann gesagt Das kann nicht wahr sein.

00:45:14: also weiß ich im Tischleinweg so lange der Wertschöpfungskette Dass das so gefordert wird.

00:45:19: Dann liefern wir halt aber nur ohne.

00:45:23: Wir liefern

00:45:24: Daten

00:45:26: ohne die Metadaten, damit sie verständlich sind.

00:45:28: Wir liefern eigentlich Müll.

00:45:30: Ich nenne jetzt keine Namen natürlich nicht aber das haben

00:45:32: wir auch

00:45:33: schon gehört.

00:45:34: Das sind Dinge die uns halt.

00:45:38: dann brauchen wir den EOData-Eck nicht ums ganz klar zu formulieren da müssen wir das anders versuchen nämlich darüber dem Markt zu öffnen für weitere Akteure die dann Mehrwert darin sehen eben diese offenen AP's zu liefern.

00:45:55: Ja, das ist vielleicht ein Querverweis in der Diskussion mit den Windparkbetreibern.

00:46:00: Es kam so ein ähnliches Thema hoch und da kann man auch ganz klar benennen... war auch so die Stimmung, wenn unsere europäischen Hersteller da nicht mitspielen.

00:46:09: Da müssen wir uns eben vielleicht doch die chinesischen Herstelle angucken, wenn sie da mit den Daten freier umgehen.

00:46:15: Das wollen wir genau nicht in Europa.

00:46:17: Die Hoffnung ist dass sich die europäische Hersteler, die europäischen Service Dienstleister, die Europäischen Betreiber zusammensetzen und gute Lösungen finden.

00:46:27: Das ist unser gemeinsamer Appell immer in jedem Sektor.

00:46:30: Ich glaube, wenn wir das richtig gehört haben bestätigst du es auch für das Handwerk?

00:46:34: Absolut und wir sehen natürlich mit den Gesprächen mit unseren Wertschöpfungskettenpartnern dass die auch wirklich Angst haben.

00:46:46: Den geht's eh schon schlecht in der aktuellen Lage.

00:46:51: gerade auch die Akteure die vom Data-Act direkt betroffen sind unumgänglich.

00:46:58: Die haben gerade ganz große Bedenken vor diesem Markt.

00:47:03: eintritten hier von chinesischen Anbietern, beispielsweise unsere Tischler hier.

00:47:09: die haben aber lieber eben einen deutschen Hersteller bei sich in der Werkstatt und wir argumentieren auch nicht dagegen.

00:47:16: Nicht aus riesigen Patriotismus oder so sondern man möchte eben auch den Service vor Ort.

00:47:26: Wir stehen für Marktwirtschaft, aber auch für lokale Wertschöpfungsketten.

00:47:30: Das ist uns hier im Handwerk eben auch sehr wichtig und jetzt nicht in den großen Städten wie hier in Dortmund oder Berlin oder Brüssel sondern auch an den Dörfern.

00:47:39: wir sind überhalten Und wir möchten auch diese Strukturen erhalten.

00:47:44: Ich will jetzt nicht völlig abdrücken in ein anderes Thema Aber das sind eben auch Dinge die wären auch schön wenn die im DPP abgebildet würden.

00:47:51: nur noch mal so einen Zeitkick weil das dann natürlich uns auch stärken würde.

00:47:58: Fabian, du greifst dir etwas auf was auch in der Begründung des Data Acts sogar drin steht.

00:48:03: Ja da steht es drin zur Stärkung der ist auch geschaffen worden nicht nur aber auch geschlafen wurden.

00:48:07: der Data Act um KMUs zu stärken um lokale Produktion, im regionale Produktion zu stärken steht ausdrücklich drin.

00:48:15: Also insofern ich glaube du bestätigst das nochmal aus deiner speziellen Perspektive aus einer Branche was der Gesetzgeber dort auch ursprünglich im Sinn hatte

00:48:25: und wir haben ja auch Dinge initiiert warum jetzt Innungen nicht der Einzelbetrieb?

00:48:30: weil wir eben skalieren können diese Problematik und auch Lösungen dann direkt skalieren können.

00:48:36: ein einzelner Betrieb wird kein Datenraum initiieren, aber es gibt zum Beispiel von den Kollegen.

00:48:43: Schöne Grüße an Alexander Neuhäuser in dieser Stelle und Paul Seifert vom ZVEH.

00:48:51: Die machen ja ConstructX also machen das gut die haben da diesen Datenraum diese Initiative fürs Handwerk mit den Händen mit SRK zusammen Und auch wir sind nah dran da und haben ja selber auch so ein Konzept.

00:49:08: Wir brauchen halt alle Ähnliches und wollen in Richtung Lösung eben auch solche Dinge initiieren.

00:49:12: Aber die Frage der Betreibermodelle dahinter, Governance-Fragen sind sehr komplex und dass sie kostenneutral betrieben werden, das wäre auf jeden Fall eine Lösung.

00:49:29: Also wir wollen hier nicht jammern im Handwerk ist es nicht so die Art sondern man möchte Lösungen schaffen und das wäre eben solch eine neutrale Dateninfrastruktur in der nächsten jetzt mal zu schaffen.

00:49:45: Vielleicht auch in Händen einer Genossenschaft, einer Stiftung.

00:49:50: da gibt es eben auch gute Vorbilder und auch weniger gute Vorbildern die er ad absurdum geführt werden.

00:50:02: Aber positiv, wollen wir dabei mal bleiben.

00:50:04: Wer sowas wie die Open Logistics Foundation beispielsweise aus der Logistik hier vom Nachbarschaft hier ein fernfluglinie beim IDSA mit Andreas Nettsträter als Kopf dahinter ist ein sehr gutes Vorbild beispielsweise Wie man so etwas So commodity Code vorwärtsbewerbliche Standards eben entlang der Wertschöpfungskette und auch mit Konkurrenten gemeinsam entwickeln kann.

00:50:42: Und ihr seid ja auch nicht alleine, das ZVGH hatte ich auch schon mal gesehen und BGA, also Bundesverband Großhandel, Groß- und Außenhandel haben auch schon gefordert Data-Aggs ausweiten auf Software, auf APIs natürlich.

00:50:54: Ja immer wenn man nämlich wirklich mal mit den Nutzern oder denen die eher auf der anderen Seite und hundertmal gesagt dass alle Unternehmen auf beiden Seiten stehen vielleicht finden sie auch Handwerksbetriebe da eher Daten ... produzieren, aber dass man den Data Act ausweitet.

00:51:12: Da fahrt glaube ich noch ein bisschen hin.

00:51:15: und wenn ihr es schafft sozusagen auch ohne dem Regelung zu finden sich eben auch wieder unser alte Leih an Eintisch zu setzen um zu schaffen dort Datenräume oder irgendwas dazwischen zu schaffen wäre natürlich ... sensationell.

00:51:34: Ich glaube, also da können wir uns glaub ich... ... müssen wir uns eigentlich nochmal verabreden um nur darüber zu reden wie weil das ist ja genau der Kern?

00:51:41: Wie kommt man dahin?

00:51:42: Ja wie ist jetzt die Erfahrung?

00:51:43: dann muss man vielleicht unseren mal größere Runde hinsetzen.

00:51:45: aber wie ist es als eigentlich die Erfahrung?

00:51:47: Wie schafft man es auch soziologisch und dann eben den Leuten dem Mehrwert klarzumachen?

00:51:52: Den Herstellern zu sagen Schau das China ist kein theoretisches Ding sondern das kann halt passieren wenn wir irgendwann was haben Leute über die uns die Daten nicht geben?

00:52:02: Ja, dann liegt von denen können wir alle Daten.

00:52:04: Dann vielleicht ist das ein Punkt?

00:52:08: Aber wenn wir auf die Zielgerade einbiegen fahren werden jetzt noch wieder auf die einzelnen Handwerksbetriebe vielleicht eher die größeren geschaut.

00:52:17: was gibt es etwas dass sie tun können um vom Data Act besonders zu profitieren?

00:52:22: was die jetzt konkret machen können?

00:52:25: also erstmal sollte sich jeder nochmal darüber bewusst werden.

00:52:29: jetzt nochmal die Stückliste.

00:52:31: Das ist gerade ein sehr aktuelles Thema, eben auch mit Blick auf den nahenden DPP.

00:52:38: Wie manuell ist der Prozess rund um die Stückliste und um die Produktion meines Produktes?

00:52:46: Und je digitaler das wird, je automatisierter es wird, umso besser.

00:52:49: bin ich da in Richtung Kosteneffizienz aufgestellt.

00:52:53: Ich bin mir dann immer bewusster darüber, wo mir der Data-Eck helfen kann aber... Als Nächstes kann ich nur appellieren an jedem Betrieb da draußen, eben mit den Herstellern von den Maschinen.

00:53:10: Von den Softwares egal ob Cut oder Cam, R&P und egal welcher Maschine irgendwie Verhandlungen zu gehen und diese sich aus dem EU Data Act ableitenden Rechten einzufordern Und da auch gerne – jetzt zeige ich wieder auf uns – zu uns zukommen damit wir die dabei unterstützen.

00:53:31: Es gibt ja diese Muster-Vertragsklauseln,

00:53:33: etc.,

00:53:34: das wäre so das Konkreteste.

00:53:36: Was unsere Betriebe da draußen tun könnten um den EU-Data zu nutzen.

00:53:42: Vielleicht spontan Idee Fabian?

00:53:45: Für die Agrarindustrie gibt es vom Landwirtschaftsministerium sozusagen spezialisierte Musterklauseln.

00:53:51: mit einem der Macher der Muster klauselt.

00:53:53: Matthias Nibow haben wir hier auch schon gesprochen.

00:53:55: Den eilten Ruf voraus ein bisschen kompliziert zu sein.

00:53:58: Vielleicht kann man sich mal hinsetzen und gucken... Was braucht es im Handwerk wirklich?

00:54:03: Weil das sind ja nochmal andere Konstellationen.

00:54:05: Und welche Maschinen sprechen wir denn da überhaupt?

00:54:07: und wie kann man da Musterklauseln schaffen, wo die Hersteller dann nicht mehr sagen können, dass sind aber unsere Belange nicht berücksichtigt worden.

00:54:14: Das ist die EVP IT.

00:54:15: Die verhandeln alle sechs Monate um neue Einkaufsbedingungen für die öffentliche Hand jetzt.

00:54:21: Warum wenn man die Power hat und es ist ja genau das, was wir in der vergangenen Folge noch gesagt haben.

00:54:27: Die sozusagen Interessenverbände, wir haben eher eine Verbände gedacht aber natürlich auch die Innungen haben da schon eine Verantwortung und du hast sie wie ich finde wunderbar angenommen und zeigst auch wo eure Chancen vielleicht auch Limits sind.

00:54:40: Und

00:54:41: doch vielleicht noch einen draufgesetzt.

00:54:43: also super Vorschlag, Appell an die KMUs achtet darauf in euren Verhandlungen, euren Einkäufen.

00:54:51: Fragt einfach nach, das sehen wir in anderen Sektoren auch.

00:54:54: Viel zu wenige fragen.

00:54:56: einfach mal informell nach den Daten.

00:54:59: Artikel drei, Artikel vier.

00:55:02: Einfach nur informell darauf hinweisen und nach den Datenfragen.

00:55:06: Das würde schon so viel bringen.

00:55:08: dann es wurde vor allem das Argument entkräften dass wir auch immer wieder hören ist will ja keiner die Daten haben überhaupt keine Ahnenfragen.

00:55:15: Richtig!

00:55:17: Das wäre auf jeden Fall sehr hilfreich wenn die Betriebe da auf uns zukommen.

00:55:23: Ja, lieber Fabian.

00:55:24: Das war super!

00:55:25: Du hast uns auf eine weite Reise mitgenommen in den verschiedensten Winkel der Handwerksbetriebe, der Tisch der Betriebe insbesondere geguckt verschiedene Dimensionen auch bezüglich anderer Gesetzesvorhaben mit einbezogen.

00:55:39: das war großartig.

00:55:41: vielen Dank für diesen Einblick.

00:55:42: wir haben auch vor allen Dingen das macht uns natürlich besonders viel Spaß ein paar Ideen entwickelt und werden das sicherlich vielleicht auch mit dir dann nochmal weiterverfolgen, insbesondere wenn es um die konkreten praktischen Schritte geht wie man denn eigentlich zu Lösungen jetzt weiter kommt.

00:55:54: Also insofern an dich noch mal vielen.

00:55:56: vielen Dank fürs dabei sein, an unsere Zuhörer!

00:55:59: Vielen dank für's Zuhören bis hierher.

00:56:01: Ich hoffe ihr habt auch alle ordentlich wieder was mitgenommen.

00:56:04: Es waren ja schöne Beispiele dabei und wir freuen uns auf euer Wieder eintreffen bei uns bei einer neuen Folge, die in zwei Wochen wiederkommt.

00:56:14: Ja vielen Dank für die Möglichkeit hier mit euch zu sprechen.

00:56:17: Super Format!

00:56:19: Herzlichen Dank dir, Fabian und an alle anderen bis zum nächsten Mal.

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