Agrardaten veredeln - Data Act im Digital Farming
Shownotes
In Episode 48 des Data Navigator Podcast sprechen wir mit Martin Wietkamp, Senior Counsel bei Bayer, über den Data Act in einem Konzern mit vielen Rollen – Hersteller vernetzter Produkte im Digital Farming, Nutzer vernetzter Produkte in Produktion und Labor, Kunde von Datenverarbeitungsdiensten.
Im Gespräch mit Dr. Martin Schirmbacher, Partner und Fachanwalt für IT-Recht bei HÄRTING Rechtsanwälte und Dr. Hubertus von Roenne, Partner bei der Strategieberatung Upgrade berichtet Martin Wietkamp, wie ein Konzern den Data Act operativ aufsetzt und wo er in der Praxis wirklich reibt.
Themen:
- Data Act im IT-Einkauf: Warum Cloud- und SaaS-Anbieter beim Switching gern nur die Inputdaten anbieten – und was alte Rahmenverträge damit zu tun haben.
- Zehn Jahre Agrardatenrecht: Vom EU Code of Conduct (2018) über die EU-Datenstrategie bis zum horizontalen Data Act ohne sektorale Ausnahmen.
- Marktversagen oder nicht? Warum die Selbstregulierung der Agrarverbände aus Sicht des Gastes gegen einen Regulierungsbedarf sprach.
- Zwei kleine vernetzte Produkte: MagicTrap und FieldView Drive – und warum einzelne Datensätze wenig wert sind, aggregierte Daten aber sehr viel.
- Direkter Zugang nach Art. 3 Data Act: Wenn das Geschäftsmodell ohnehin darin besteht, dem Nutzer die Daten zu geben.
- Datenschutz im Feld: Warum der Landwirt in dieser Konstellation selbst Verantwortlicher ist und nicht Bayer als Auftragsverarbeiter.
- Das Fungizid-Sprayer-Beispiel: Rohbild und Sensordaten ja, Umwandlungssoftware und Ausgabedaten nein – die Grenzlinie zum Geschäftsgeheimnis.
- Data-Act-Governance im Konzern: kein Top-down-Ansatz, sondern Decision Trees, Schulungen und Multiplikatoren in den Teilkonzernen.
- Der Wunsch an den Gesetzgeber: ein einheitliches horizontales Datenwirtschaftsrecht statt Zersplitterung – und weniger Auslegungsarbeit für die Gerichte.
- Kernbotschaft: Fast jedes Unternehmen ist heute beides – Dateninhaber und Nutzer. Der Charme des Data Act liegt darin, welche Rolle man gerade einnimmt.
Zum Gast
Die vernetzten Produkte aus dem Gespräch
- MagicTrap – die digitale Gelbschale und die MagicScout App zur Schädlingskontrolle im Raps
- FieldView – die Plattform von Bayer zur Erfassung und Auswertung von Ernte-, Aussaat- und Applikationsdaten, inklusive FieldView Drive
- Wie variable Aussaatstärken entstehen
Selbstregulierung und Datenräume in der Landwirtschaft
- EU Code of Conduct on Agricultural Data Sharing
- Hintergrund und Mitzeichner bei CEMA
- Studie zur Wirkung des Code of Conduct und seinem Verhältnis zum Data Act: The future of agricultural data-sharing policy in Europe
- Digitalisierung der europäischen Landwirtschaft und der Common European Agricultural Data Space
Der Data Navigator Newsletter
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Allgemeine Informationen zum Data Act
- Data Act in der vom Rat der Europäischen Union am 27.11.2023 verabschiedeten Fassung
- FAQ zum Data Act: “Sie fragen, wir antworten: So trifft der Data Act Ihr Unternehmen!”
Perspektive Datengesetzbuch
- Fachtagung von BfDI und Universität Freiburg am 16. September 2026 in Berlin
- Moritz Hennemann übernimmt das Amt des BfDI zum 1. Oktober 2026
Bisherige Folgen zu Daten in der Agrarwirtschaft Folge 43: Datenzugang in der Landwirtschaft mit Matthias Nachtmann Folge 38: Data Act aus Sicht eines Maschinenherstellers mit Georg Larscheid von Claas Folge 34: Der Data Act aus Sicht eines Landwirts mit Dag Frerichs Folge 24: Was bedeutet der Data Act für die Agrarwirtschaft mit Prof. Dr. Reinhard Grandke
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, liebe Zuhörer.
00:00:01: Endlich sind wir zurück nach der Sommerpause die wir euch und uns gegönnt haben.
00:00:05: heute wieder ich natürlich Hubertus von Rönel mit meinem Co-host.
00:00:09: wie immer Hallo Martin!
00:00:11: Martin Schoenbacher ist am anderen Ende der Leitung in Berlin.
00:00:15: Sehr schön freue mich dass er endlich weitergeht.
00:00:17: Es ist ja einiges passiert in der Sommerpause.
00:00:20: Wir haben uns hier eine Pause gegönnt, aber nicht alle im Parlament.
00:00:24: Vielleicht für diejenigen, die es nicht mitbekommen haben, ist es ordentlich kräftig weitergegangen.
00:00:29: Die verschiedenen Abgeordnetengruppen haben ihre Beiträge zum Unibus gesammelt also wenn das Adressierte sollte mal auf die Seite der EU gucken beim Parlament.
00:00:40: Änderungsvorschläge eingegangen in die verschiedensten Richtungen.
00:00:44: Das wird jetzt sondiert, also der Omnibus fährt munter weiter und das würde uns auch die nächsten Wochen und Monate sicherlich noch das eine oder andere mal intensiver beschäftigen.
00:00:54: heute steigen wir wieder ein in ein sehr konkretes Thema und freuen uns sehr dass wir Martin Wiedkamp bei uns haben.
00:01:00: Martin Wietkamp ist bei Bayern dort Jurist aber vor allen Dingen interessant.
00:01:04: er hat das Digital Farming Geschäft aufgebaut und geleitet, seit dem Jahr ist er in den Bereich beschäftigt oder treibt das mit.
00:01:14: Und mit ihm unterhalten wir uns heute natürlich ein bisschen wieder über Digital Farming aber auch über die weiteren Aspekte von Data Sharing und der Datennutzung im Zusammenhang mit dem Data Act.
00:01:24: Wir freuen uns sehr dass du damit dabei bist Martin.
00:01:27: Ja, schönen Dank Hubertus und auch schönen dank Martin.
00:01:30: Ich freue mich sehr auf das Privileg zu genießen an dieser illustren Serie mitwirken zu dürfen.
00:01:38: ich habe natürlich Das digital farming Geschäft nicht geleitet.
00:01:42: es ist an mich herangewachsen damals als bayer entschieden hat dort zu investieren Und ich hab also diese junge truppe von start-up pionieren rechtlich begleitet.
00:01:56: seit einigen Jahren zuständig für den Bereich EMEA, Europe Middle East und Afrika.
00:02:01: Und seit einigem Monaten habe ich auch noch zusätzliche Aufgaben im Konzern als IT-Rechtsleuer wo ich IT Einkaufsverträge rechtlich betreue also Software-as-a-Service Hardware-Einkauf bin dort aber auch allgemein zuständig die Beratung der anderen Teilkonzerne im Hinblick auf die Interpretation des Data Acts.
00:02:25: Ja, sehr schön.
00:02:26: Gar nicht so weit weg von dir was ich mache?
00:02:28: Ich bin ja auch IT-Leuer eigentlich und sehe dabei zu wie das Datenrecht an mich heran wächst und das Datenschutzrecht immer weiter abzufallen scheint.
00:02:39: Insofern ist es im Einkauf wenn ich gleich mal da reinspringen kann ein Thema des Datenthema.
00:02:46: also wie weit spielt es sozusagen jetzt dann Hand in Hand und sind nicht mehr zwei verschiedene Abteilungen?
00:02:52: oder ist es Zufall dass es sozusagen beides bei dir liegt?
00:02:56: Ja, also in der Tat ist es so dass meine neuen Kundinnen seit einigen Monaten aus dem Einkauf kommen.
00:03:05: Aber das Thema Data Act bringe ich immer auf die Agenda.
00:03:09: Also ich kriege dann im Wegel Fall ja die Standard-Terms der Software Anbieter oder Cloud Anbieten und ich habe gelernt, dass dort teilweise das Data Act Thema adressiert wird in den Klauseln, manchmal aber nur verkürzt.
00:03:28: Also wenn wir uns Bayer vorstellen als Kunde eines Data Processing Services dann ist es oft so dass in den Bereichen die mir davor gelegt werden oder in Verträgen gesagt wird okay Wenn du switchen willst Bayer Dann kriegst du die Input-Daten Aber nicht die Output Daten und auch keine Digital Assets.
00:03:49: Ich weiß immer darauf hin andere oder mehr Rechte haben und das ist dann immer so ein Fingerhaken.
00:03:59: Also, das kommt für mich ein bisschen überraschend weil ich dachte dass das Thema Detect gerade bei den Cloud Providern großes große Aufmerksamkeit genießen würde aber die versuchen das so weg zu bügeln.
00:04:11: was ich auch mitbekomme ist dann wird verwiesen auf Rahmenverträge die teilweise aus dem letzten Jahrtausend stammen ja also nicht angepasst worden sind und teilweise kurz vor Veröffentlichung des Data Acts abgeschlossen worden sind.
00:04:26: Dann heißt es dann so schön, ja guck mal wir haben einen Rahmenvertrag steht da alles drin oder haben wir erst vor ein paar Jahren unterschrieben?
00:04:33: und mein Narrativ ist dann immer okay.
00:04:37: früher Old School war es so man hat einen Rahmen Vertrag gemacht habe ich auch in meiner früheren Praxis gemacht als globaler Insektizid- oder Fungicide-Lawyer.
00:04:46: Da haben wir einen Rahmen vertrag gemacht und musste da eigentlich jahrelang nicht mehr reingucken.
00:04:51: Aber weil der Gesetzgeber ja so aktiv ist, ist eben Newschool eigentlich so dass man alle paar Monate reingucken muss.
00:04:58: und passt das alles noch.
00:05:00: Wir haben eine Data Egg wir haben die KI-Verordnung, wir haben den Cyber Resilience Act und die Product Liability Directive.
00:05:08: Das geht ja immer so weiter.
00:05:09: Und das ist also sozusagen das was ich für mich erstaunlicherweise seit einigen Monaten wahrnehme dieses Verhandeln von meiner ursprünglich naiven Sicht Eigentlich selbstverständlich geeignet.
00:05:25: Sehr interessant, also superinteressant.
00:05:28: auch deine Sicht auf jetzt.
00:05:29: nicht nur wir gucken mal mit dem Detail gerne auf.
00:05:32: die letzten haben jetzt bald Geburtstag das letzte Jahr oder letzten zwei drei Jahre.
00:05:36: aber du blickst weiter zurück.
00:05:37: vielleicht kannst du einmal so den großen Schwung machen den großen einen großen kleinen Ausflug in die letzten zehn Jahre.
00:05:46: Wie hat sich das so mit dem Datenrecht?
00:05:48: vielleicht dann auch in der Landwirtschaft, da hast du ja noch mehr Intensive gearbeitet?
00:05:51: Wie hat es sich verändert, die Player, die Dynamiken?
00:05:56: Was hast du da beobachtet?
00:05:58: Ja okay also... Die letzten zehn jahre.
00:06:06: natürlich ist es so dass die nationalen, wenn es das überhaupt gab, Datengesetze nach europäisch harmonisiert wurden mit der GDPR.
00:06:17: Dann kam ja der Data Governance Act und dann der Data Act.
00:06:20: Wir haben jetzt auch die KI-Verordnung, die regelt ja teilweise auch Data Governances.
00:06:24: Das heißt also, es gibt eben horizontale allgemeine Regeln, die eben auch für die Landwirtschaft gelten.
00:06:31: Und das Problem ist natürlich für uns Praktika in dem Bereich.
00:06:35: Diese Gesetze sind ja nicht spezifisch auf die landwirtschaftlichen Daten hin zugeschnitten worden, sondern die regern ganz allgemeine Begriffen.
00:06:42: Person bezogene Daten oder Maschinendaten, IoT-Data.
00:06:48: und was bedeutet das in der Praxis?
00:06:50: Das ist jetzt die große Herausforderung seit einigen Jahren.
00:06:53: aber wenn ich noch weiter zurückgreifen darf wir haben im Rahmen unseres Pflanzenschutzmittelverbandes mit dem Verband der europäischen Landwirte und dem Verwand, der Maschinen, Landmaschinenhersteller in Europa und vielen anderen Verbänden.
00:07:13: Ich glaube insgesamt elf an der Zahl den sogenannten Code of Conduct and Cultural Data Sharing verabschiedet.
00:07:23: Und das war schon ein Meilenstein denn dort kam die Interessen der unterschiedlichen Player zusammen.
00:07:29: im Zentrum steht aufgehoben worden.
00:07:34: Der gilt ja noch formell, ist auch nicht gekündigt worden meines Wissens.
00:07:40: Im Zentrum steht der Landwirt im Sinne von alle Daten die im Rahmen seines landwirtschaftlichen Betriebs erzeugt werden stehen ihm zu und er kann sie sagen mal Weiterleiten.
00:07:54: Es gibt auch Portabilitätsrechte schon explizit dort angesprochen, dass er die Daten im Maschinenlesbarm Format erhalten weiter leiden kann aber auch die Interessen der anderen Player also der Maschinenhersteller oder sozusagen Anbieter von agronomischen Entscheidungshilfen, dass deren IP Interessen geschützt werden sollen.
00:08:17: Und in dieser Code of Conduct wurde auch mit Unterstützung der EU-Kommission vorbereitet.
00:08:22: Also jedenfalls laut Text... Ich war damals zwar für Bayer beteiligt aber habe jetzt nicht direkt mit der EU Kommission an den Verbänden verhandelt sondern nur intern Input gegeben und dann meine Kollegen haben es noch gemacht.
00:08:32: Aber laut Text des Code Of Conduct wird eben der EU Commission Expresses Werbes gedankt Und das war jedenfalls für mich auch die Leitlinie meiner Verträge entsprechend an diesen Leitsätzen zu orientieren.
00:08:49: Natürlich, die Details sollten durch Vertrag geregelt werden ja aber immerhin war es ein Ausgleich.
00:08:55: und aus meiner Sicht jedenfalls da mal die Einschätzung und ich denke heute eigentlich auch zeigte das ja dass jedenfalls in breiter Landwirtschaft nicht von Marktversagen auszugehen ist, sondern dass alle Player sich über ihre Verbände zusammengefunden haben.
00:09:12: Auch bei der Unterstützung der EU-Kommission und die zuständigen Landwirtschafts- und ich glaube Digitalkommissar damals haben es auch ausdrücklich begrüßt das er so verabschiedet worden ist.
00:09:22: Dann kamen die EU Data Strategies rund zwei Jahre später und da stand dann drin okay wir gucken uns horizontal alle Sektoren der Wirtschaft an Und wir verabschieden aber nur zwingende Datenzugangsrechte, wenn es im Einzelfall in einem Sektor ein Marktversagen gibt.
00:09:46: Der Regelfall sollte eben sein dass man darauf hinwirkt auch seitens des Gesetzgebers das es freiwillige Datenzugang Rechte gibt.
00:09:56: und ich habe auch dieses Verständnis intern so weitergegeben, ich habe ja ab und zu dann Schulungen gehalten an meiner Kollegen und Kunden, internen Kunden.
00:10:07: Und dann kam eben der erste Entwurf des Data Acts und da stand ganz stoisch drin, es müssen überall Daten geteilt werden.
00:10:21: Es gibt keine sektoralen Ausnahmen.
00:10:24: Und das war für mich ein bisschen überraschend, weil ich ursprünglich den Eindruck hatte dass die EU-Kommission sich die verschiedenen Sektoren sowie knapp zwei auf vorher annonziert anguckt und vielleicht sektorale Gesetzgebung erlässt.
00:10:39: War aber nicht so!
00:10:41: Auf der anderen Seite muss man auch sagen es hat ja der Detail Actors steht dann in einem Erwägungsgrund drin Ich habe ihn jetzt gerade nicht im Kopf dass der DataEct eben aufbaut, auf den Erfahrungen des Code of Conduct.
00:10:53: Also einige Elemente sprich also der Nutzer steht im Mittelpunkt.
00:10:57: es geht um Datenpotabilität aber auch Interessen der Player.
00:11:01: die sind natürlich im DataEc mit eingeflossen.
00:11:03: Das ist jetzt immer ganz grob der Aufriss, den ich hier kurz servieren wollte.
00:11:13: Genau, wo steht denn... also wenn wir jetzt hier bisher über Agrar gesprochen haben hatten wir Maschinenhersteller.
00:11:19: Wir hatten Landwirte.
00:11:21: Bayer ist ja nun weder noch.
00:11:24: Wo steht ihr denn da eigentlich als in der Data Act Thermologie oder überhaupt einfach auch in der Praxis?
00:11:33: Was macht Bayern in dem Zusammenhang mit den Daten?
00:11:36: Wenn ich mal kurz den Schlenker machen kann, kannst du in anderen Konzernen bereichen.
00:11:39: Dann komme ich wieder zur Landwirtschaft.
00:11:42: Wir sind natürlich als Bayer und jetzt rede ich also auch vom Pharmaceuticals Consumer Health ein großer Nutzer
00:11:50: von
00:11:51: vernetzten Produkten.
00:11:53: Ja wenn man sich allein die smarten Fabrikanlagen anguckt ja da kann man sich also vorstellen dass Bayer sozusagen auf der begünstigenden Seite des Data Acts steht.
00:12:07: Ich habe dann im Konzern auch mal ein bisschen herumgefragt anlässlich dieses Podcasts und dann habe ich eben gelernt, dass auch schon lange vor Veröffentlichung des ersten Entwurfs des Podcasts die Kollegen in der Produktion schon Vereinbarungen mit den Herstellern getroffen haben um Zugang zu Rohdaten zu bekommen.
00:12:28: also das war bei uns im Konzernt publik.
00:12:31: Der Data Act bietet natürlich die Möglichkeit, nochmal genauer hinzugucken und zu sagen okay kriegen wir denn alle Daten, die wir laut Data Act bekommen sollten.
00:12:41: Aber zumindestens der Ansatz war schon da wurde gelebt.
00:12:46: aber letztlich so wie eben in dem Beispiel auch Bayer als Kunde von Data Processing Services gibt es also eine große Komponente wo Bayer auf der empfangenen Seite ist.
00:12:57: ums mal sozusagen Im Bereich Digital Farming gibt es in Deutschland zumindest zwei kleine vernetzte Produkte.
00:13:09: Ich kann das mal kurz skizzieren, nehmen wir mal an Landwirt Hubertus baut Raps an.
00:13:18: ja dann hat er die Möglichkeit sich von Bayer eine sogenannte Magic Trap Falle zu kaufen.
00:13:25: Das ist so eine digitale Gelbschale mit ein bisschen Wasser gefüllt, hat eine Kamera.
00:13:31: Die stellt mehrere in seinem Rapsfeld auf und die Kamera sendet ihm ich glaube das zweimal täglich ein Foto von dem Inhalt.
00:13:39: und wenn sich da sozusagen seine Konkurrenten um den Raps versammelt haben sozusagen der Raps, Airflow und verschiedene Russlerarten dann wird eben durch ne KI anders analysiert, Landwirt Hubertus gesagt guck mal du hast die und die Mengen an Schädlingen da drin, das ist schon eine kritische Grenze.
00:14:01: Überleg mal ob du was tun willst oder musst.
00:14:04: Aber normale Landwirtschaft in die Praxis ist eben dass man dann erstmal nochmal aufs Feld fährt und mal guckt wie die Lage vor Ort ist.
00:14:15: Und aber auch für ein schönes Beispiel ist es, dass je mehr Landwirte damit machen Ja, desto besser wird natürlich der Algorithmus.
00:14:26: Also die KI-Bilderkennung wird immer besser.
00:14:30: Das heißt von den Erfahrungen und von den Bildern, die wir auswerten vom Landwirt Hubertus profitiert auch sein Nachbarlandwirt Martin Schirmbacher ja?
00:14:39: Und umgekehrt.
00:14:41: also das ist ein Beispiel für ein kleines netzes Produkt bei uns.
00:14:46: Das andere ist der Field True Drive.
00:14:48: Das ist unser Hauptprodukt im Bereich Landwirtschaft Da gibt es so ein kleines Puck-ähnliches Gerät.
00:14:57: Das kann dann Landwirt Martin Schirmbacher auf sein Mädrescher befestigen und wenn er zu Hause in Ruhe die Äntelme analysieren will, dann gibt es Werkzeuge, die er da benutzen kann und schauen ob er beim nächsten Mal vielleicht eine andere Maisorte anpflanzt.
00:15:19: Und da hilft ihm auch eine App in diesem FieldView-Ökosystem.
00:15:25: Denn wenn dann Landwirt Martin Schirmbacher, sagen wir mal sich für eine Maisorte von Wire denn entschieden hat und dann gibt er noch ein paar historische Anbau- und Ertragsdaten in die App ein übrigens dann auch seine sagen mal Verkaufspreiserwartung, also wie viel Euro er pro Tonne Mais bekommt und auch seine Kosten.
00:15:52: Und dann gibt ihm der Algorithmus automatische Empfehlung, wieviel tausend Körner eher auf welchem Bereich das Feld es aussät damit seine ökonomische Erwartungen restmöglich erfüllt wird.
00:16:06: Das ist auch ein Beispiel dafür dass Soldaten alleine nicht viel Wert bringen, es müssen schon eine ganze Menge von Daten sein.
00:16:18: Das heißt die Erfahrungen, die dann Landwirt Martin mit seiner Mais-Saison macht, fließen in das große Ganze ein und werden kombiniert mit vielen anderen Daten von anderen Landwirten so dass sein Nachbarlandwirt Hubertus wenn er in der nächsten Saison auch sowas plant ja von den Erfahrungen Landwirt Martin profitiert, sowie von vielen anderen Erfahrungen und natürlich sozusagen von unseren dann immer weiter verfeinerten Analyse-Methoden.
00:16:51: Ja interessant.
00:16:52: also wenn wir das nicht verstanden haben sagst du der einzelne Landwurt kann mit diesen Daten bisschen was anfangen.
00:16:58: aber so richtig der Wert wird erst geschaffen wenn sie zusammen gebracht werden.
00:17:02: Eigentlich genau das, was auch in Folge, ich glaube, vierunddreißig war.
00:17:05: Das er Dach Frerichs gesagt hat.
00:17:07: Er ist Landwirt in Schleswig-Holstein und hat mit ihm einen wunderbaren Podcast aufgenommen.
00:17:13: Da berichtet der aus dem Feld quasi aber vielleicht noch mal zurück zu dieser Besonderstellung von Bayer, dass sie etwas gehört haben.
00:17:21: Du hast eingangs gesagt Ihr seid vor allem im Cloud-Bereich, bist du gerade beschäftigt.
00:17:26: Also auch der ganze Abschnitt Cloud kommt bei dir vor und dann seid ihr mit den verschiedenen Geschäftsbereichen sowohl Dateninhaber als auch Datennutzer?
00:17:36: Wie geht ihr denn in so einem Konzern mit diesem Thema Data Act um?
00:17:40: Gibt es da von oben zur Top Down eine Anweisung wie viele Daten daraus zu geben sind, gibt's da zur Positionierung bei der EU?
00:17:47: ist das koordiniert oder macht jeder was für sich, wie läuft das?
00:17:52: Naja also Wie bin ich zum Data Egg gekommen?
00:17:57: Ich habe, dir ja Hubertus.
00:17:59: Wir haben uns ja getroffen vor ein paar Monaten im Rahmen einer Konferenz der Bundesnetzagentur.
00:18:04: Habe ich dir ja glaube ich erzählt dass ich für Bayer in verschiedenen Verbänden sitze und halts mal sehr kurz.
00:18:12: also im Wesentlichen bin ich aktiv im Datenwirtschaftsausschuss des BDIs und dann als die EU-Kommission eine Konferens veranstaltet hatte in Berlin um den Data-Eck mit der deutschen Industrie zu diskutieren und sie gesehen hat, dass ich sozusagen ein Vertreter war vom BDI.
00:18:30: Hat mich gebeten aus Sicht von Digital Farming was zum Data-Ack zu erzählen also Schutz von Geschäftsgeheimnissen versus Datenteilen.
00:18:40: Man lernt ja nie so viel wie wenn man einen Vortrag vorbereiten muss.
00:18:43: Also habe ich dann meinen Vortrach vorgelegt Und seitdem habe ich das Thema natürlich auch bei Bayer intern vorangebracht im Sinne von, ich hab mit meinen Kollegen aus den verschiedenen, also Rechtskollegen aus den anderen Bereichen vom Bayer diskutiert.
00:19:03: Wie muss man jetzt den und den Entwurf auslegen?
00:19:06: Was ist eigentlich unsere Position dazu?
00:19:08: Was soll ich als Bayern-Vertreter in die Position Papers von BDI oder von anderen Organisationen reinbringen?
00:19:17: So nach und nach haben wir dann so Standards entwickelt oder auch, sagen mal uns ja überlegt wie muss man den Data Act eigentlich auslegen.
00:19:27: Ich habe auch viel gelernt durch diese Diskussion mit meinen gelehrten Kollegen denn bis dato hatte ich den Einbrug okay, wie ich Verträge mache.
00:19:38: Ich hab eine Präambel erzählen ein bisschen was im Hintergrund und im Haupttext des Vertrages kommt noch recht um Pflichten Und ich habe basierend auf dieser Übung auch den Data-Akt erst mal nur im Haupttext richtig ernst genommen, bis mir dann die Kollegen gesagt haben.
00:19:57: Guck mal!
00:19:57: Auch in den Hundertneunzehn Erwägungsgründen teilweise versteckt – am Anfang kennt man sich ja noch nicht aus – gibt es wichtige Prinzipien, die du mit betrachten musst.
00:20:08: Also die haben hier sozusagen erstmal beigebracht.
00:20:10: beides zusammenzulesen war jetzt auch nicht so gewohnt Und basierend auf diesen Erkenntnissen habe ich dann angefangen, im Konzern das Thema Data Act publik zu machen.
00:20:22: Natürlich auch mit Hilfe der Kollegen.
00:20:24: wir haben so Decision Trees entwickelt wo man eben nachvollziehen kann wann ist ein Connected Product eins und wann ist es nicht?
00:20:31: Was ist Content
00:20:32: usw.,
00:20:33: dass sie damit praktisch analysieren konnten gibt es hier Connected Products oder eben nicht?
00:20:45: Es gab also kein top down approach, sondern eher bottom up.
00:20:49: Aber was ich sagen muss im Bereich Digital Farming ist es eben so.
00:20:55: da habe ich dann viel Unterstützung bekommen von dem Leiter des EMEA, also European Middle East und Africa vom EMEa Digital Farmin Geschäfts.
00:21:05: Er hat mir einen Kollegen zur Seite gestellt, der für mich diese ganzen Sessions mit den Produktteams, wo wir analysiert haben.
00:21:13: Wie sind die Datenströme?
00:21:16: Hat der User direkten Zugang?
00:21:18: Ja nein!
00:21:19: Wie kriegen wir das hin?
00:21:21: Der mir sehr geholfen hat denn ich habe ja noch paar andere Hobbys aus dem Data-Eckt im Konzern.
00:21:29: Also so ist es gelaufen und seitdem bin ich aber relativ bekannt.
00:21:33: im Konzenen
00:21:34: d.h.,
00:21:36: Wenn irgendwer den Gedanken hat Data-Act, dann weiß er Martin.
00:21:41: Aber das kommt ja so automatisch.
00:21:43: Ich bin mir auch gleich...
00:21:46: Geht ja auch so!
00:21:48: Mein Ziel ist natürlich nicht, kann es ja auch nicht sein auf Dauer alles selber zu machen.
00:21:52: Also ich bin auch dabei und die Kollegen in meinem Data Act Grenzchen aus den anderen Rechtsbereichen sind ja schon geschult.
00:21:59: Das sind jetzt meine Multiplikatoren im Konzern.
00:22:01: Das heißt zum Beispiel im Bereich Pharmaceuticals Detailarbeit, ich bin natürlich dabei wenn sie nochmal generell meinen Input brauchen.
00:22:10: Ja das heißt mittelfristig ist mein Ziel wie bei vielen anderen Unternehmen wahrscheinlich auch dass der Data-Act aber dann auch natürlich der AI Act die KI Verordnung Teil des Tagesgeschäfts wird.
00:22:23: ja so wie jeder von uns im Wirtschaftsrecht er weiß okay es gibt ein Basiswissen fürs Kartellrecht, Basis Wissen für GDPA und sowas.
00:22:33: also das ist jetzt mittelfristig meine Marschrote.
00:22:38: Ja, bei den beiden kleinen vernetzten Produkten also dem Schädlingsbekämpfungserkennungskamera beobachtet ihr dort dass sich dort irgendjemand für mehr Daten interessiert.
00:22:52: jetzt auf Landwirtseite, also Landwirts Hubertus als die dir sowieso bekommt weil erstmal könnte man ja sagen er kauft die Maschine oder ihr stellt sie ihm hin
00:23:01: diese
00:23:01: Erkennungsgerät sozusagen und Sie tut, was sie soll.
00:23:05: Ihr seht dann da eben so den Schädlingsstand und vielleicht kriegt ihr noch irgendwelche Warnhinweise weil ihr wisst dass das wäre ja dann der real Fall.
00:23:14: Dreißig Kilometer weiter westlich wo der Wind herkommt.
00:23:17: Da ist schon mehr.
00:23:18: Das könnte bei dir auch sein.
00:23:20: Gibt es Leute die sich dann... Also habt ihr dann Datenanforderungen tatsächlich?
00:23:24: Die über das hinausgehen was sie sowieso haben?
00:23:28: Zunächst muss ich vorausschicken beide vernetzten Produkte also der Field Virtual Rife als auch die Magic Trap Das sind sogenannte Produkte, wo die Nutzer schon Dreckenzugang haben.
00:23:39: Die haben schon alles, was sie brauchen.
00:23:42: Das ist ja auch unser Geschäftsmodell.
00:23:43: Die Landwirte und unsere Kunden sollen datengestützte Entscheidungsempfehlung bekommen.
00:23:50: Ja das ist genau das, was wir wollen.
00:23:54: Sie können jetzt schon die Daten mit wem auch immer teilen.
00:23:59: Mir ist jetzt nicht bekannt, ob sie darüber hinaus noch Daten wollen.
00:24:01: Also das Filto-System ist sehr umfassend.
00:24:03: Man kann auch Versuchs rein anlegen und man muss sich nicht auf unseren Algorithmus verlassen.
00:24:10: Sonst sozusagen für die nächste Mais-Anbausaison ein Feld oder einen Streifen eines Felses, sagen wir mal mit dem Algorithmus von Bayer bepflanzen und mal gucken was da aus wird.
00:24:21: Und dann mit einem Feld, mit seinem eigenen Bauchgefühl oder was ein Debrat oder sein Vater sagt ja und dann einfach mal vergleichen Ja und es gibt noch X Features in diesem Field for System.
00:24:35: das ist sehr umfassend.
00:24:38: also Da kann man schon eine ganze Menge Daten rausspielen.
00:24:43: Aber auf den Punkt gebracht, so konkrete Daten-Herausgabe verlangen sind jedenfalls noch nicht auf meinen Schreibtisch gekommen.
00:24:53: Wenn jetzt Landwirte Martin und Hubertus ein Problem haben mit dem... oder wollen vielleicht mehr Daten und Erklärungen, dann rufen sie einfach bei meinen Bayer-Kollegen an.
00:25:03: Diese zwei werden ja schon lange erkennen und fragen nach was bedeutet das?
00:25:07: Oder kannst du mir da noch mehr Informationen geben?
00:25:09: Also ich glaube das ist so das normale traditionelle Kundenbetreuungsgeschäft, würde ich mal sagen.
00:25:17: Ich glaube, das ist auch wirklich spezifisch in eurem Sektor einer Landwirtschaft.
00:25:21: Das haben wir mehrfach gehört und in Folge einen Vierzig haben wir den Philipp Schütz bei uns gehabt.
00:25:25: der kommt aus dem Start-up gucken sich auch Daten an.
00:25:28: In unserer Runde im Data Navigator Forum Im November hatten wir einen runden Tisch zur Landwirtschaft auch Und da kam es eigentlich auch durch.
00:25:34: viele Daten werden schon aus getauscht.
00:25:36: heutzutage und Es gibt weniger Vorbehalte scheint es so dass doch eine Frage an dich es gibt weniger vorbehalten seitens der Dateninhaber, also der Maschinenhersteller diese auch zu teilen.
00:25:49: und das da unterscheidet sich vielleicht der Sektor.
00:25:51: Vielleicht hat er auch weiter weil ihr schon am roten Tisch gesessen habt um diesen Code of Contact erstellt habt.
00:25:56: dass wäre auch eine interessante Konklusion.
00:25:57: vielleicht seid ihr sogar die Vorreiter in einer neuen Art und Weise da Kompromisse zu finden.
00:26:04: wie siehst du das?
00:26:06: Siehst ja viel auch sonst?
00:26:07: Ja Das kann durchaus sein.
00:26:10: Ich habe natürlich jetzt nicht den Vergleich zu anderen Sektoren, aber in der Tat war es so dass der Code of Conduct von dem ich gerade erzählt hab einen Vorgänger hatte in den USA.
00:26:25: Ich glaube ein zwei Jahre vorher gab es über die American Farm Bureau Association sowas ähnliches.
00:26:31: Ein bisschen knapper gehalten mehr im Sinne von ten agriculture Commandments oder sowas Aber das war mit Sicherheit der Trigger, um was Ähnliches ein bisschen auszusillierter auch in Europa hin zu bekommen.
00:26:48: Rein technisch habe ich den Eindruck dass obwohl digital farming im Vergleich zur Saatgut Züchtung oder zur Chemie oder zum Düngen Bau von Traktoren und Mähdreschern natürlich relativ jung ist, sodass dort vielleicht es ein bisschen länger gedauert hat und vielleicht noch länger dauert um Standards zu entwickeln.
00:27:18: Aber in den letzten Jahren ist das immer mehr geworden.
00:27:22: Und FieldView ist ja auch ein schönes Beispiel.
00:27:28: die Landwirt Hubertus kann FieldView nutzen egal welchen von welchem Hersteller sein Maschinenpark stand.
00:27:42: Unsere Plattform ist mit vielen Maschinenerstellern kooperatibel und natürlich die Standardsetzung ist immer noch ein Thema, ihr wisst ja auch es gibt ja schon seit Jahren da habe ich auch immer wieder mit Kollegen versucht beizutragen die Diskussion über einen europäischen Agricultural Data Space, der scheint jetzt seit einem Jahr wieder ein bisschen mehr Fahrt aufgenommen zu haben.
00:28:09: Interessant ist ja dass es zwar eine Health Data Space gibt, der bintene Rechte und Pflichten hat aber eben kein Agricultural data space.
00:28:19: also dort scheint das Ganze wohl auf einer freiwilligen Basis zu laufen Und meine Kollegen, die Fachleute sind im Bereich Standardisierung.
00:28:29: Also die IT- oder Technikspezialisten im Bereich Agrartechnik haben wir auch gesagt es macht keinen Sinn einen einen Standart zu entwickeln.
00:28:37: ja die Technik entwickelt sich so schnell und es gibt aber auch viele verschiedene Use Cases.
00:28:42: Ja da macht's also das macht mehr Sinn sozusagen einige standard zu entwickeln die für verschiedene use cases eben nützlich sind Wirken drauf, dass die Daten aus diesen verschiedenen Standards heraus natürlich geteilt werden und teilt werden können.
00:29:03: Ja spannend wie das mit dem Gecultural Data Space weitergeht.
00:29:09: Mir leuchtet schon ein auch wenn man so die Beispüle hört, dass es manchmal mit der Standardisierung nicht so leicht ist.
00:29:15: Das kann schon auf was dran sein.
00:29:17: andererseits wäre es vielleicht auch nochmal ein Katalysator, gerade dieses Problem was ist das Standard maschinenlesbare Format in dem Daten übermittelt werden sich auch darauf vielleicht zu einigen oder weiterzukommen.
00:29:33: Vielleicht kurz das Switch.
00:29:36: DSGVO hast du jetzt auch schon mehrfach erwähnt?
00:29:39: Inwieweit spielt es in eurer Praxis jetzt den Field View oder die Trap betreffend eine Rolle.
00:29:48: kümmert man sich da überhaupt oder sagt man, was soll das für eine Daten sein?
00:29:52: Das sind doch Bilder von Feldern.
00:29:57: Oder wie geht man damit um?
00:29:59: Ist das ein Großthema?
00:30:02: Ja, das ist natürlich schon immer ein Thema gewesen.
00:30:04: Also seit Bayern dort in diesem Bereich investiert hat also vor über zwölf Jahren.
00:30:13: Natürlich ist es so wenn Landwirt Martin Schirmbacher oder dann noch Landwird Hubertus.
00:30:19: Wenn das unsere Kunden sind, der eine nutzt viel für DRIVE, der andere die MAGIC TREP und dann wissen wir natürlich ganz genau nur wenn da Felddaten sichtbar sind okay dass es sind natürlich Felddate vom Landwürd Hubertos unserem Kunden Hubertas oder vom Kunden Martin Schirmbacher.
00:30:39: Das heißt also da ist der Personenbezug sehr klar Und das hatten wir aber auch schon vor ein Krafttreten des Data Acts geregelt.
00:30:50: Das kennt ihr ja auch durch diese Standard End-User License Agreement, sage ich mal vereinfachtend und Data Privacy Statements.
00:30:56: Ja, da steht alles drin!
00:30:58: Was ja neu ist durch den Data Act sind ja diese Pflichten im Hinblick auf die Nichtpersonen bezogenen Daten.
00:31:05: Das haben wir jetzt auch abgedeckt durch die entsprechenden Verträge, die wir jetzt neu gefasst haben.
00:31:11: wenn wir also Kapitalgesellschaften als Kunden haben sollten dann ist das jetzt die nutzenden Daten umfasst, data-conformen.
00:31:23: Dadurch dass unsere vernetzten Produkte Landwirt Hubertus aber auch Landwirts Schirmbacher ermöglichen, die Daten direkt herunter zu laden oder sonst was damit zu machen... und wohin zu schieben, wohin auch immer.
00:31:46: liegt die datenschutzrechtliche Verantwortung bei Landwirt Hubertus.
00:31:50: Und Landwirts Martin Schönbach haben
00:31:52: wir da gerade mal einhaken?
00:31:54: Das ist eine sehr interessante Frage.
00:31:55: heißt das dass in eurer Konstellation der Landwurt unmittelbar direkten Zugriff auf die Daten hat und nicht über eine Plattform gehen muss?
00:32:05: Ja, direkter Zugriff im Sinne des Data Acts heißt ja er muss nicht mehr bei ihr extra fragen.
00:32:10: Also im Sinne von Artikel drei des Data Ex und wie auch im FAQ-Dokumentaritzpunkt vier von der EU-Kommission beschrieben.
00:32:17: also das meinte ich jetzt.
00:32:18: aber danke der Nachfrage das war jetzt nicht so präzise.
00:32:21: also ich meinte direkter Zugriffs in Sinne des data acts.
00:32:23: das heißt also wenn Landwirt Hubertus oder Landwirts Martin Schirmbacher die Daten haben wollen, dann haben sie sie.
00:32:32: Irgendwo hinschicken wollen und da können Sie sich irgendwo hinschenken.
00:32:35: Datenschutzrechtlich sind beide Controller.
00:32:40: Das heißt Landwirt Hubertus muss dann wenn er Arbeitnehmer hat oder Lohnunternehmer muss eine Datenschutzerklärung haben, muss die Dinge transparent machen dort ja und auch eine rechtfertigen für das ganze.
00:33:00: Wir haben das natürlich bis zu den Zeitpunkt wo dann eben unsere Kunden jetzt im Beispiel Landwirt Hubert des Landwirts Martin die Daten sich ziehen was auch immer damit machen.
00:33:16: Spannende Konstellationen die gar nicht so selten auftaucht dass man an dem, an der datenschutzrechtlichen Rollenverteilung da ein bisschen drehen muss oder drehen kann.
00:33:27: Also ihr könntet ja Auftragsverarbeiter sein für diese Daten so sie Personbezug haben wenn man am Login erkennt wer da jetzt arbeitet oder wenn man das sich Leute sieht auf den Bildern oder eben oder die Daten im Auftrag möglicherweise anonymisieren, um sie dann zu aggregieren, zu veredeln und zusammenzuführen.
00:33:51: Oder selber verantwortlich sein.
00:33:52: das je nachdem wie Euler klingt klingt dann so dass wenn sich jeder einmal anmelden muss dann ist er vielleicht auch selbst dort verantwortlicht dafür.
00:34:00: aber es ist spannend und sicherlich auch eine sinnvolle Regelung das so auszugestalten dass der Controller der Nutzer im Sinne des Data Acts häufig ist.
00:34:10: Das hat ja der Gesetzgeber in einem Erwägungsgrund, habe ich jetzt wieder nicht im Kopf auch so angesprochen.
00:34:17: Das kann man da nachlesen.
00:34:22: Sehr interessant!
00:34:24: Also das zweite große Argument was wir immer wieder hören wenn es zu Komplikation beim Datenaustausch geht ist das Thema Geschäftsgeheimnisse.
00:34:34: aus Sicht der Hersteller gibt's vorbehalte.
00:34:38: Was sieht man jetzt auch im Omnibus?
00:34:39: Da wird ja wirklich drum gerungen, wie weit Geschäftsgeheimnisse der Begriff erweitert wird.
00:34:48: Wie ist das bei euch?
00:34:48: Ihr habt ja wieder Eingangs beschrieben, hast verschiedene Konstellationen.
00:34:52: Ihr seid durchaus Kräte oder Komponentenhersteller.
00:34:56: Ihr seht doch Nutznießer!
00:34:58: Wie steht ihr?
00:34:59: Seht wo, wie siehst du das in der Praxis Das Thema Geschäfts-Geheimnisse die vielleicht einem Datenaustausch oder zur Verfügung stellen entgegenstehen könnten?
00:35:10: Ja, ich habe tatsächlich dieses Thema ja gehabt als ich auf dieser schon eben erwähnten Konferenz mit der EU-Kommission mal einen Vortrag halten sollte.
00:35:21: So ein Impulsvortrag und da hab' ich einen theoretischen Fall gebildet, das meiner Meinung nach immer noch gut illustriert.
00:35:31: Also nehmen wir mal an... Jetzt können wir mal die Rollen vertauschen.
00:35:35: Also jetzt Martin Schirmbacher ist ein Unternehmer und stellt einen smarten Fungicide Sprayer her.
00:35:43: Und dieser Fungicidesprayer hat eine Kamera,
00:35:48: die
00:35:50: Fotos macht von Weizenpflanzen.
00:35:53: Das digitale Bild der Kamera also das Rot wird dann von einer Verarbeitungssoftware umgewandelt in ein Format, was dann der Algorithmus oder die KI dann lesen kann.
00:36:07: Und bei Bedarf wird dann automatisch die passende Fungizid-Mischung ausgebracht.
00:36:13: Da werden natürlich auch andere Parameter verarbeitet wie Windfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Jetzt nehmen wir mal an, Landwirt Hubertus kauft sich diese tolle Maschine von Unternehmer Martin Schönbacher.
00:36:30: Und dann stellt sich die Frage ja was ist denn ein fairer Interessensausgleich?
00:36:37: Ja und ich habe damals die These vertreten dass es natürlich eine unternehmerische Leistung ist um Investitionen von dem Unternehmer jetzt hier Unternehmer Schoenbacher dass er es schafft, aus einem Foto direkt eine nützliche Aktion für Landwirt Hubertus zu gestalten.
00:37:02: Denn ohne das Foto oder nur mit dem Foto könnte Hubertos jetzt nicht groß was machen.
00:37:09: Er müsste sich überlegen ist das jetzt ein Pilzbefall?
00:37:12: Oder ja nein oder drohte einer?
00:37:15: und Unternehmer Schirmbacher hat ihm das alles abgenommen.
00:37:19: Automatisch kriegt er das richtige Pflanzschutzmittel in der richtigen Menge, in einer richtigen Dosierung.
00:37:25: Manchmal auch gar nichts wenn eben die Kamera und der Algorithmus entscheiden.
00:37:29: okay da musst du jetzt nix machen.
00:37:30: aber wenn dann passiert es automatisch.
00:37:33: ja für diese Investitionen sollte Unternehmer Schirmbacher eben entlohnt werden.
00:37:39: Ja und meine These ist eben die Rohdaten.
00:37:43: also dass die Rohaufnahme also die Bildaufnahme der Kamera.
00:37:49: Die sollte Landwirt Hörberstes bekommen, auch die Metadaten um welche Maschine welches Modell welches Baujahr geht es vielleicht noch?
00:37:56: Klassifizierung und so ein paar andere Sachen.
00:37:58: ja und diese ganzen Sensordaten Windgeschwindigkeit Richtung Standort usw.
00:38:03: aber
00:38:04: Welche Software welche Umwandlungssoftware Unternehmer Schirmbacher benutzt hat und die ganzen Ausgabendaten, die sollte Landwirt Hubertus nicht bekommen.
00:38:16: Warum nicht?
00:38:17: Denn damit könnte er über Reverse-Engineering dann die Algorithmen von Unternehmer-Schirmbach herausbekommen.
00:38:25: Und dann wäre eben hätte unternehmer Schirmbacher für seine tollen Investition, für seine tolle Ideen sich in Konkurrenten aufgebaut und hätte dann ja müsste befürchten dass sein Ideen sozusagen geklaut wird.
00:38:44: Ja absolut verständlich!
00:38:46: Und so ja auch angelegt im Detail.
00:38:48: Ich kriege die Rohdaten aber nicht mehr.
00:38:52: Das Argument ist hier häufig wenn ich verpflichtet bin Unternehmer-Schirmbacher die die Rohdate zu geben und dir ja das Ergebnis mitteile.
00:39:02: Ich sage dir am Ende, das ist das Schleinzenschutzmittel was du brauchst.
00:39:08: Das sozusagen aus dieser Kombination... wenn man eben auf meinen Algorithmus schließen kann.
00:39:13: Das ist das, was wir aus der Hersteller-Richtung immer hören und das wäre weil du ja das Ergebnis brauchst.
00:39:18: Was für sich, Temperatur geht runter, Temperatur geht hoch.
00:39:20: hatten wir in unserem Kühlschrank Beispiel oder eben den neuen Fall.
00:39:26: Und das ist das Ergebnis welches Flanschuss mit uns Richtige ist.
00:39:29: Wenn ich dir jetzt noch die Rohdaten dazu lief, dann kannst du halt alles wie möglich herausfiltern.
00:39:33: hier wahrscheinlich unwahrscheinlich, weil da ziemlich viel Algoritmenpower dazwischen steht.
00:39:39: aber
00:39:42: Ja, ich wollte noch kurz ein Argument einführen.
00:39:45: Und zwar Landwirt Hubertus hat natürlich in erster Linie Interessen daran dass diese Maschine von Unternehmer Schirmbacher funktioniert.
00:39:56: Das heißt sein Schwerpunkt ist wie bewahre ich meine Weizen Ernte vor Schaden?
00:40:04: Wie schaffe ich das?
00:40:05: Dann kann er natürlich auch das Interesse haben gewisse andere Rohdaten zu bekommen von der Maschine selber, die ihm erlauben so kleinere Reparaturen ja ohne großen Aufwand durchzuführen.
00:40:19: Vielleicht auch kann das Delegieren an Nachbarn oder ein Start-up in der Nähe oder sowas und eine Werkstatt, die da auch spezialisiert ist.
00:40:27: aber ich denke mal Landwirt Hubertus hat kein Interesse daran diese komplexen Software-Steuerungsdaten zu bekommen, die auf das Design der Maschine schließen und auch wie sie sozusagen fortbewegt wird.
00:40:43: Das ist aus meiner Sicht extrem sensibles Hersteller knowhow.
00:40:47: Das sollte auch geschützt werden.
00:40:51: Also ich glaube dass in einer Trendlinie wo sich viele von unseren bisher Beteiligten wahrscheinlich wiederfinden würden.
00:40:59: Vielen Dank für dieses konkrete Beispiel auch.
00:41:00: Das ist schon sehr interessant.
00:41:02: Ist das etwas, was du hier mit uns gerade teilst und besprichst es auch intern mit deinen Kollegen?
00:41:08: Sind das Themen bei euch oder ist das Thema Geschäftsgeheimnis bei euch eigentlich durch?
00:41:15: Ja ich serviere diese Thematik natürlich auch in meinen Vorträgen zum Data-Enden für meine Rechtskollegen bzw.
00:41:23: natürlich auch für meine internen Kunden.
00:41:25: ja und wir diskutieren das dann auch genau mit diesem Beispiel.
00:41:29: Dieses Beispiel habe ich dann weiter verwendet und wurde dann, habe ich Crop Life Europe vorgeschlagen in Position Papers zum Data Act zu verwenden.
00:41:41: Dann haben die anderen Unternehmen auch akzeptiert und da haben wir es mitgetragen.
00:41:46: Also das ist auch veröffentlicht in Crop Live Europe Position Papers.
00:41:57: aus meiner Sicht immer noch schön anschaulich, worum es beim Data-Act eigentlich geht.
00:42:01: Also intern nutze ich das auch noch und spiele das in verschiedenen Fallgestaltungen durch.
00:42:09: also einerseits wie wäre es wenn Bayer der Anbieter dieser tollen Maschine ist oder wie wäre's, wenn es ein Konkurrent wäre?
00:42:18: Wie könnte Bayer an die Daten ranbekommen?
00:42:20: Ja man kann ja... Also ich sage mal dass der Charme vom Data Act liegt ja aus meiner sich daran Welche Rolle man einnimmt?
00:42:27: Ich habe eben erwähnt, Bayer hat verschiedene Rollen.
00:42:29: Wir sind ein kleiner Hersteller von den letzten Produkten im Bereich Digital Farmy aber in Produktionsbereich auch beispielsweise bei Laborgeräten.
00:42:39: da sind wir einen User.
00:42:41: ja da haben wir jetzt auf einmal seit dem zwölften September letzten Jahr aus eine ganze Menge mehr Rechte abgesehen hab ich eben schon erwähnte diese neuen rechte Switching als Kunde von Cloud Services.
00:42:56: Ja, das ist wirklich interessant denn was du hier so klar artikulierst ja unsere Martins und meine These geht es eigentlich aus unserer Sicht eigentlich fast allen.
00:43:08: Fast alle klassischen Hersteller seien jetzt Bushersteller sind ja auch Komponenten.
00:43:13: Also im Grunde, ich glaube so langsam setzt sich die Sichtweise durch.
00:43:17: Es gibt wenige Unternehmen, die nur das eine sind – viele sind sowohl als auch und da ist eigentlich im Grunden auch das große Potenzial.
00:43:26: Vielleicht in diesem Zusammenhang mal diese Frage an dich gerichtet.
00:43:30: Du beschäftigst dich mit Daten aus Source seit über zehn Jahren mit dem Data Act.
00:43:34: Du bist da intern der Fachmann der Go-to-Person geworden.
00:43:39: Also du begleitest das eng und siehst ja auch, was am Markt passiert.
00:43:42: Was ist denn deine Sicht auf die Umsetzung?
00:43:45: Auch gerade im Digital Farming läuft das ganz gut, läuft das schleppend und dann gleich damit verbunden natürlich die Frage, was müsste sich da vielleicht ändern?
00:43:56: Ja okay also wie gesagt bei uns in den Bereich Digital Farmy habe ich noch nicht viel Datenanfragen auf dem Tisch bekommen weil eben die Kunden ja sowieso schon die Daten haben.
00:44:10: Ich natürlich mache intern, wenn neue Produkte entwickelt werden.
00:44:13: Da habe ich jetzt natürlich nicht nur wie bisher die als Checkliste GDPR drauf sondern jetzt auch ein Data Act und KI Verordnung oder auch Product Liability Directive, Cyber Sildience Act.
00:44:27: das ist auch klar.
00:44:29: Allgemein gesprochen werde ich jetzt mal sozusagen insgesamt mir die Wirtschaft mal angucken oder auf das Omnibus Verfahren jetzt also bin der Meinung, der Gesetzgeber kann noch viel klarer werden.
00:44:46: Und das Problem ist dass viele der Bestimmungen der Definitionen sind nicht klar sind.
00:44:56: Ihr kennt sie ja alle muss ich euch jetzt nicht erzählen und viele wichtige Leitentscheidungen habe ich das Gefühl outgesourzt worden an die Gerichte.
00:45:13: Und wenn man aber sich das höhere Ziel des EU-Gesetzgebers anguckt, die Datenwirtschaft in der EU anzukurbeln und dann aber ein Gesetz macht was erst mal ausgelegt werden muss, was erstmal präzisiert werden muss durch lange Gerichtsverfahren letztlich wird irgendwann der LGH entscheiden müssen dann dient das ja nicht der Rechtssicherheit und dient auch nicht die beschleunigten Umsetzung von diesen Herumgrundsetzen.
00:45:42: Also ich hoffe sehr, dass im Omnibusverfahren es geschafft werden kann da noch viel mehr für Klarheit und Präzision zu sorgen so wie Rechtsanwender, sagen wir mal auch schneller unseren internen Kunden oder auf den externen Sagen können.
00:45:59: Guck mal so läuft's ja hat sich jetzt der Gesetzgeber durchgerungen da und da eine Präzision hinzubekommen.
00:46:06: Und siehst du deine Chance das es passiert?
00:46:08: Du sagst Rofs darauf.
00:46:10: Jetzt spielt ihr bei dem zweiten Augengebuss die Musik vor allem in der DSGVO.
00:46:15: aber meinst du da wird man sich ran machen an den Data-Akt und paar Präizisions hinbekommen?
00:46:23: Ja ich habe Insofern Grund zur Hoffnung, als das der EU-Gesetzgeber bei der KI-Verordnung gezeigt hat.
00:46:31: Wenn es ernst wird kann er sehr schnell reagieren und ursprünglich wollte man ja auch den Data Omnibus oder es gab einige Kreise den noch Ende letzten Jahres oder jedenfalls relativ schnell nicht in den letzten Jahren.
00:46:47: Jedenfalls für die Sommerpause so was glaube
00:46:50: ich.
00:46:50: Ja, vor
00:46:51: der Sommerpause darf man fast bringen Und dann wurde aber vernunft begabt entschieden, okay wir lassen uns da mehr Zeit zu ist doch zu komplex.
00:47:01: Ja und ich hoffe also dass man sich eben jetzt mehr Zeit nimmt um sozusagen die Weichen richtigzustellen, die Dinge zu präzisieren und auch mal in Ruhe so durchdenken.
00:47:16: Also du hast ja eingänglich schon gesagt ihr habt da im Agrarbereich Habt ja früh begonnen, also ihr seid da voraus und trotzdem noch nicht so weit.
00:47:25: Ist es ein horizontales Gesetz?
00:47:27: Wir haben aber sektorielle vertikale Herausforderungen Begriffsausdehungsbedarf usw.
00:47:33: Hast du eine Idee hast du einen Vorschlag wie man das vielleicht gut und vor allem auch schneller in den Begriff bekommen könnte diese Besetzungsschwierigkeit von einem horizontalen Gesetz was gut gemeint ist und gute Ansätze hat Aber im Einzelfall einzelnen Sektoren eben auch ankommen muss?
00:47:51: Na ja, wenn ich jetzt mal... Also ganz oben auf einer Wunschliste stünde bei mir.
00:47:57: Wenn ich mir was wünschen dürfte in dem Bereich ein allgemeines EU-weites horizontales Datengesetz, was also die wirtschaftliche Nutzung von Daten regelt und zwar Daten aller Art personenbezogen wie nicht Person bezogen.
00:48:16: Man hat dann idealerweise einen Allgemeinteil mit Begriffen, Definitionen, für alle Bereiche gelten.
00:48:25: Dann hat man einen Teil für personenbezogene Daten, dann ein Teil für nichtpersonenbezogenen und da kann man auch wieder schön unterscheiden zwischen IoT-Data und sonstigen Data.
00:48:36: Man kann auch gegebenenfalls so einen einheitlichen Standard wählen wenn es um den Transfer von Daten in Nicht EU-Staten geht.
00:48:49: also das Das wäre für mich als Praktiker das beste.
00:48:57: Man wird ja wohl noch träumen dürfen, am sechzehnten neunten hat er leider nicht auf EU-Ebene aber immerhin auf deutscher Ebene gibt es eine Veranstaltung der derzeitigen BFDI mit ihren Nachfolger zum Perspektive-Datengesetzbuch, wo man geschwanzelt darf was da eigentlich rauskommt.
00:49:15: Die DSGVO werden sie nicht reintun können.
00:49:17: Schließlich kein deutsches Gesetz.
00:49:18: aber so die Überlegungen in diese Richtung gibt es ja schon und natürlich wäre das also ein Datenwirtschaftsrecht, was den Namen verdient und eben nicht zersplittert ist, wäre sicherlich wünschenswert.
00:49:32: Moritz Hennemann, unser neuer Datenschutzbeauftragte hört zu Eine Ermutigung, er hat das ja immer vor seinem neuen Amt auch schon durchaus propagiert.
00:49:43: Also sofern ist der Hoffnung glaube ich dass er das macht.
00:49:46: Es hoffentlich demnächst auch ihr Gast.
00:49:48: Ja das ist ein guter Punkt den er Martin angesprochen hat.
00:49:51: im Prinzip sind die ganzen Argumente Ich habe mir das ja auch durchgelesen man kommt ja dann nicht vorbei wenn man sich mit der Thematik von Berufswegen beschäftigt Die ganzen Argumente die für so ein nationales einheitliches Datengesetz sprechen.
00:50:05: ich spreche natürlich auch für ein europäisches einheitliches Datengesetz.
00:50:09: Also die Argumente sind da, sie sind verstanden.
00:50:12: ja es fehlt in Anführungsstrichen nur der politische Wille das mal Vernunft begabt umzusetzen.
00:50:19: Es ist einfach zu viel Beharung hier und da gibt.
00:50:21: Man sieht es ja jetzt auch an der DSGVO, diese homopathischen Änderungen ums besser und klarer zu machen.
00:50:27: die werden natürlich gleich von den Partikularinteressen überlagert, die dann von allen Seiten man zerrt.
00:50:34: deshalb bin ich dann nicht ganz optimistisch.
00:50:37: das da was wird außer?
00:50:39: man schafft noch den Data-Akt von der DSSGVO um die Busse entkoppeln plus?
00:50:42: das wollen wir eigentlich auch nicht, weil wir wollen ja auch das GDPR flott gehen.
00:50:47: Naja Ja, also ja lieber Martin das war ein schöner Ritt durch deine Sicht dann eben auch als Data Economy Lawyer in einem derart großen Unternehmen.
00:50:59: schön auch zu sehen.
00:51:01: Ein bisschen noch mal einen Einblick unseren Zuhörenden zu geben, wie so ein Thema auch in einer so großen Rechtsabteilung aufgehoben ist.
00:51:08: Dass es dann eben auch der HOT den zunächst einen und dann viele Data Lawyers gibt sie sich mit zum Thema auseinandersetzen.
00:51:16: dafür sorgen das eben die verschiedenen Sichtweisen, die man wie Robertus gerade gesagt hat im allermeisten Unternehmen hat als Nutzer- und Hersteller und vielleicht auch noch mal als Datenveredeler Datens zusammenführer Startup.
00:51:29: was mit den Daten, wie man die zusammenbringt.
00:51:34: Bevor ich euch dann die Gelegenheit zum Schlusssatz gebe... Wir werden jetzt auch wieder mit dem Newsletter anfangen.
00:51:41: Der kommt immer in der Woche wo kein Podcast rauskommt.
00:51:45: Meldet euch an unter www.data-navigator.eu für den newsletter, wo wir eben auf solche Wandschaltung hinweisen, falls wir da selber hingehen und berichten, wie es war.
00:51:55: das noch mein kleiner Aufruf.
00:51:58: Ja, ich habe ja nur abschließend nochmal einmal die Frage an Martin.
00:52:01: Du hast schon einen Wunsch geäußert?
00:52:02: Hast du noch irgendwas anderes anwünschen oder auch an Vorschlägen, die du gerne mit unseren Zuhören teilen möchtest?
00:52:13: Erst mal möchte ich mich bei euch bedanken für die Gelegenheit, mich mit euch auszutauschen.
00:52:18: Ich hab zur Vorbereitung natürlich auch – das war auch dein Empfehlung, Robert – dass einige dieser Folgen mir angehört und ihr habt viel gelernt auf dem richtigen Weg.
00:52:28: Wenn ihr so weitermacht, wird aus euch noch mal was ganz Großes.
00:52:35: Ansonsten würde ich mich freuen
00:52:36: über Anregungen natürlich und sagen wir mal auch Kritik.
00:52:44: Ich lerne ja auch täglich durch Diskussionen dazu insbesondere mit meinen Kollegen die mich auf neue Aspekte aufmerksam machen oder mir Fragen stellen.
00:52:54: wo ich dann auch erstmal vertieft nachdenken muss ist bei so einem neuen Gesetz, wo es noch keine Gerichtsentsteilung gibt.
00:53:02: Keine Behördenentscheidungen gibt auch ganz normal und das ist auch das Spannende.
00:53:06: Wir sind im Bereich der Pionierarbeit jetzt unterwegs ja?
00:53:09: Und ich freue mich immer wenn ich hier ein bisschen diskutieren kann dazu lernen kann.
00:53:16: also mich kann man gerne ansprechen.
00:53:19: Sehr schön!
00:53:20: Das nehmen wir gerne auf.
00:53:21: Also liebe Zuhörer Ich hoffe es hat Spaß gemacht, wenn ihr auf den Martin zugehen wollt.
00:53:31: Ihr seht seinen Namen und seine Herkunft bei Bayern gerne auch sonst über uns.
00:53:37: Den Kontakt stellen wir gerne her wie immer.
00:53:40: Gerne auch Vorschläge für weitere Gesprächspartner bei uns.
00:53:44: Wie immer hat uns das großen Spaß gemacht.
00:53:46: Das war eine besondere Folge muss ich sagen.
00:53:47: also so breit sind wir selten eingestiegen.
00:53:50: Martin vielen Dank an dieser Stelle nochmal an dich dass du dich auf dieses Gespräch mit uns eingelassen hast.
00:53:54: Ich glaube, jeder der bis hierher zugehört hat eine ganze Menge mitgenommen und dafür machen wir das Ganze!
00:54:00: Also vielen Dank und bis zum nächsten Mal!
00:54:02: Tschüss!
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